Mittwoch, 3. August 2011

Rezension | Die Frau des Zeitreisenden

SaB(Stapel ausgelesener Bücher)statt SuB 

In nächster Zeit wird es hier zwischendurch immer wieder Rezensionen zu Büchern geben, die ich schon vor einiger Zeit gelesen habe. Zwar ist die Geschichte dann nicht mehr ganz frisch in meinem Kopf, allerdings ist es doch auch schön zu sehen, wie viel hängen geblieben ist. 

Was nützt die schönste Geschichte, wenn die Geschehnisse nicht markant genug sind, um sich auf Dauer einzuprägen? Namen und Orte können ja gerne mal vergessen werden, aber die Kernaussage sollte doch schon noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben.
Seht ihr das genauso? 

Diese Rezensionen werden vielleicht ein wenig kürzer, aber ich möchte trotzdem gerne etwas zu diesen Büchern sagen. Unter Anderem werden das folgende Bücher sein:

Die Frau des Zeitreisenden, House of Night, Die Sookie Stackhouse Novels, Ugly&Pretty, Wir sind die Nacht, Fabelheim 1&2, Die Rubinrot-Reihe, Die Radleys, Der magische Zirkel, Süßer als Blut, HexHall, Vampire Academy1, Die Geisha, Alles was wir geben mussten, Holes, Die Schachnovelle, Die Vermessung der Welt, die Elfen, Gegen das Sommerlicht/die Finsternis, Göttlich verdammt, Dark Academy

Anfangen möchte ich mit der Frau des Zeitreisenden.
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Daten:
  • Gebundene Ausgabe: 832 Seiten
  • Autor: Audrey Niffenegger
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 7 (13. Dezember 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596509831
  • Preis ca. 10,00

 Inhaltsangabe: 
"Die Frau des Zeitreisenden" ist der literarische Überraschungserfolg aus den USA. Selten wurde so aufwühlend, so anders und neu über die Liebe geschrieben.
Clare ist Kunststudentin und eine Botticelli-Schönheit, Henry ein verwegener und lebenshungriger Bibliothekar. Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender, ohne jede Ankündigung verstellt sich seine innere Uhr. Plötzlich und unerwartet stürzt er los, nie ist sicher, aus welcher Zeit er kommt und in welcher Zeit er bei Clare landet, aber immer ist sicher, dass er wieder bei ihr landet. Als sie sich das erste Mal begegnen, ist Clare sechs und Henry 36, aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet. Absurdes wird zur Normalität. Seine Zeitreisen sind das brennende Geheimnis, das Henry und Clare mit jeder Trennung noch inniger vereint.
Audrey Niffenegger ist es gelungen, über die Schönheit der Dauer und das Staunen der Sehnsucht zu schreiben, von der Liebe wie zum ersten Mal zu erzählen. Meisterhaft verknüpft Niffenegger die originelle Idee der Zeitreise mit der einzigartigen, tief bewegenden Liebesgeschichte. Genial inszeniert, mitreißend erzählt.(Quelle: Amazon)


Rezension:
Die Frau des Zeitreisenden ist keinesfalls leichte Kost für zwischendurch. Die Geschehnisse sind genauso brutal wie romantisch. Genauso fantastisch wie erwachsen. Die Hauptcharaktere sind auch nicht in dem Sinne besonders. Henry ist ein ganz normaler Mann und macht auch seine Fehler. Auch Clare ist einfach durch und durch Frau. Was die Beiden abhebt, ist weniger die ganze Zeitreiserei, sondern ihre unerschütterliche Liebe. Trotz über 800 seiten ist es bei einer rezension zu diesem Buch ein schmaler Grad, nicht zu Viel zu verraten. So viel darf gesagt werden: Henry kann in der Zeit reisen, seit er ein Kind ist. Diese Fähigkeit beschert ihm mehr Grauen als Glück. Das positivste daran ist wohl Clare, die ihn schon ihr ganzes Leben lang kennt. Lange noch, bevor er sie kennenlernt. Aber Zeitreisen wird das ganze Buch über als eine Krankheit, niemals als Privileg gesehen.

Die Kapitel sind oft kurz. Zu Beginn eines Kapitels wird der Leser stets über die Jahreszahl und das Alter der Protagonisten informiert. Gegen später werden diese Informationen immer wichtiger und man blättert öfters nochmal zurück und rechnet nach. Was die Gliederung und Logik angeht wurde hier eine beeindruckende Leistung erbracht. Ich möchte nicht wissen, wie viel Zeit allein in die Rechenarbeit gesteckt wurde.

Der Schreibstil ist nicht immer einfach und ich hatte zunächst einige Einstiegsschwierigkeiten. Die ersten Seiten sind wundervoll. Allerdings versteht der Leser zunächst oft nur Bahnhof und das kann schonmal frustrieren. Ich bin trotzdem der Meinung, das genau das aber auch bei dieser Art von Buch dazugehört. Deshalb gibt es keinen Abzug. 


Oft weiss der Leser viele Geschehnisse noch vor den Charakteren. Manchmal wird die Hauptgeschichte lange Zeit garnicht aufgegriffen und wir erfahren mehr von Clares Kindheit oder von Henrys. Doch trotz Dessen gibt es einen roten Faden. Ohne diesen würde der Leser genau wie Henry hilflos in der Zeit umherirren. 


Gegen ende des Buches wird alles immer klarer und verständlicher aber auch dramatischer und trauriger. Legt euch Taschentücher bereit...



Fazit: 
Da ich das Buch im Urlaub gelesen hatte, war meine erste Reaktion nach Beendigung des Buches, meine Tränen vor meinem Freund zu verbergen (der mich ansonsten schamlos ausgelacht hätte). Das Ende ist, obwohl der Leser ja schon seit vielen 100 Seiten weiß, was geschehen wird sehr ergreifend. Ich kann die vielen schlechten Rezensionen nicht verstehen. Der Schreibstil von Frau Niffenegger besticht zwar nicht durch Einfachheit und Klarheit, aber muss man denn immer alles auf dem silbernen Tablett serviert bekommen? Es handelt sich schliesslich um Erwachsenenliteratur. Ich vergebe guten Gewissens die volle Punktzahl, da mich die Geschichte mitgerissen und begeistert hat. Wer auf etwas anspruchsvollere Liebesgeschichten und/oder auf wunderbar durchdachte Zeitreiseromane steht, macht hier nichts falsch.  



Bewertung:








Kommentare:

  1. Ich habe eine kleine Anregung für dich. Auf meinem Blog habe ich auch SuB und zunächst hatte ich auch SgB, aber ich fand, das hörte sich doof an, weil man das ja nicht einmal aussprechen konnte. Also habe ich SaB daraus gemacht, passt auch viel besser zum Wort "SuB" und und SaB heißt Stapel ausgelesener Bücher. Vielleicht gefällt dir das ja auch besser! ;)
    Lieben Gruß und einen schönen Blog hast du hier, finde ich,
    Charlousie

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  2. Vielen Dank ;) Ich hab auch schon gedacht "Mein Gott klingt das blöd so" ...
    Ich werde deinen Tipp gleich mal in die Tat umsetzen :)

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Danke für deinen Kommentar!

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