Donnerstag, 8. Dezember 2011

Rezension | Das Weihnachtsschwein

  • Seiten: 176
  • Autor: Kinky Friedman
  • Verlag: Droemer (12. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426197693
  • Preis: Ca. 10,00€


Inhalt:
Auf einer Farm am Meer lebt Benjamin, der noch nie ein Wort gesprochen hat. Es heißt, dass er der Sohn eines Wikingers und einer Meerjungfrau ist. Kann er darum den Menschen so tief in die Seele schauen? Jedes Jahr lässt der König die Geburt Christi malen. Diesmal wird Benjamin das Ehrenamt übertragen. Nacht für Nacht arbeitet er an seinem Meisterwerk. Aus dem Gaul, der in der dunklen Scheune steht, wird auf der Leinwand ein feuriges Ross, aus dem Lamm eine Lichtgestalt. Benjamin malt nicht, was er sieht, sondern was er in den Herzen der Tiere erkennt. Kein Wunder, dass eines Nachts plötzlich ein Stimmchen sagt: »Das ist wunderschön!« Doch es ist kein Mensch, der ihm das Kompliment macht – sondern ein sprechendes Schwein. Schon bald verbindet Benjamin, der sein Leben lang einsam war, und Valerie, die anders ist als alle anderen Schweine der Welt, eine ungewöhnliche Freundschaft – die am Weihnachtstag auf eine harte Probe gestellt wird … Ein wunderbares Märchen für Erwachsene und ihre Kinder – mit einer Botschaft, die ebenso zeitlos wie wertvoll ist: Nichts ist im Leben so wichtig wie ein wahrer Freund!

Meinung: 
Manchmal braucht es nicht viele Seiten, um eine wundervolle Geschichte zu erzählen, manchmal, da reichen schon 176. 


Benjamin ist ein besonderer Junge. Er spricht nicht. Dafür malt er unglaubliche Gemälde. Eines Tages wird auch ein König auf dieses Talent aufmerksam, womit die Probleme beginnen. Mithilfe eines liebenswerten Schweines, malt Benjamin die Grippengeschichte.


Diese Geschichte hat mich wirklich begeistert. Man bekommt in dem kleinen Büchlein viel mehr, als man zunächst erwartet. Neben der zauberhaften Geschichte fallen sicher zuerst die schönen Bilder, gemalt von Daniel Schreiber, auf. Diese illustrieren das Geschehen und verbildlichen Benjamins Erlebnisse sehr treffend und ohne zu Viel zu verraten. 


Zwar kann man bei wenigen Seiten nicht alle Charaktere klischeelos darstellen, dennoch wird zumindest Benjamin schnell lebendig. Er ist kein gewöhnlicher Junge und hat eine gänzlich andere Sicht auf unsere Welt. 


Die Sprache des Buches ist für ein Kinderbuch sehr erwachsen und tief. Auch die Ereignisse sind dramatisch und tragisch, am Ende sogar so traurig, dass der Leser die letze Seite mit trändenden Augen zuschlagen wird.
Welche Bedeutung oder Aussage der Autor in der Geschichte versteckt hat, darf Jeder für sich selbst entscheiden.
Geht es um die wahre Bedeutung von Weihnachten? Um Tierliebe und Vegetarismus? Nächstenliebe?

Das Weihnachtsschwein wirkt nach und bleibt im Gedächtnis. Vielleicht werde ich ab jetzt jede Weihnachten einen Blick in das Buch werfen. 
Verdient hat es das auf jeden Fall.

Fazit:
Das Weihnachtsschwein ist nicht nur Kinderbuch. Nein, es kann Sicherlich auch Berge von Erwachsenenherzen zum schlagen bringen. Mit viel Gefühl, Pepp und Fantasie erzählt Kinky Friedman hier ein ganz besonderes Märchen, welches die grauen Zellen noch lange beschäftigt. Welche Botschaft am Ende beim Leser ankommt, bleibt ihm selbst überlassen.
    

Bewertung:

Kommentare:

  1. Wow, deine Rezension ist wirklich ansteckend und macht unglaublich viel Lust das Buch zu lesen. Vielleicht sollte ich es zu Weihnachten lesen.

    Liebe Grüße, Diti

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  2. Das Buch habe ich auch. Es ist wirklich toll :-)

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