Dienstag, 1. November 2011

Rezension | Die Seelen der Nacht


  • Seiten: 800
  • Autor: Deborah Harkness
  • Verlag: Blanvalet Verlag (26. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764503912
  • Preis: Ca. 19,99€


Inhalt:
Eine Liebe, stärker als das Leben selbst ...

Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben …

Ein mitreißender, wundervoll erzählter Roman über Magie, Abenteuer und Romantik..(Quelle)

Meinung:
Die Seelen der Nacht ist Vieles, aber mit Sicherheit kein Buch für Zwischendurch. Mit seinen 800 Seiten liegt es schwer in der Hand. Die Gestaltung von Cover und Innenteil trifft genau meinen Geschmack und mach den Schmöker zu einem absoluten Glanzstück im Bücherregal.


Auch Inhaltlich wird hier viel abseits der geläufigen Hexen und Vampirklischees geboten: Diana Bishop ist Wissenschaftlerin mit Leib und Seele. Dass sie außerdem noch einem uralten Hexengeschlecht entstammt, würde sie am liebsten aus ihrer Vita streichen. Als ihr ein altes Manuskript von mysteriöser Herkunft in die wissbegierigen Hände fällt, muss Diana sich nach und nach ihrer Bestimmung stellen. Dabei hilft ihr der hochintelektuelle Vampir Metthew Clairmont, der bald mehr als nur Neugierde für Diana aufbringt.


Als ich die erste Seite aufschlug und zu lesen begann, breitete sich schnell ein Glücksgefühl aus: Deborah Harkness Schreibstil ist wundervoll. Sie bedient sich zahlreicher Stilmittel und weiss den Leser trotz inhaltlicher (sowie Wissenschaftlicher) Tiefe, flüssig durch die Erzählung zu geleiten. Mit intelligenten und schönen Worten wird Diana Bishops Geschichte vor uns ausgebreitet und plötzlich verfliegt die Zeit unerklärlich schnell.


Die Kapitel haben eine gute Länge und geben dem Leser genug Raum für Pausen. Frau Harkness berichtet aus der ICH-Erzählerperspektive und in der Vergangenheitsform, was auch inhaltlich gut passt. So erfährt der Leser abwechseln Gedanken und Gefühle verschiedener Charaktere, was ihn vieles ahnen oder wissen lässt, was die Hauptprotagonistin zu diesem Zeitpunkt noch nicht erfahren hat. Diese Vorgehensweise kreiert Spannung und Bindung zu den Charakteren.


Vor allem Diana und Matthew, aber auch die Nebencharaktere werden von der Autorin so durchleuchtet und vorgestellt, dass sie real und vertraut wirken. Dabei wird auch haarscharf auf die Gattung des jeweiligen Protagonisten eingegangen. So nimmt man Matthew zum Beispiel sein sehr langes Vampirleben voller Erfahrung und Wissen absolut ab.


In Deborah Harkness Buchwelt gibt es Menschen, Vampire, Hexen und Dämonen. Jede Gruppierung hat ihre Geschichte, Eigenarten und dementsprechende Probleme. Die Thematik wird innovativ und ganz neu umgesetzt und erweckt zu keinem Zeitpunkt ein Déjà-vu Gefühl. Der Leser verliert sich in dieser Welt aufgrund ihrer Dichte und glaubwürdigkeit. Dafür ein großes Kompliment an Frau Harkness.

Nicht selten kommt bei der Lektüre ein Lerneffekt auf, da zahlreiche Themen (von Alchemie, Genetik über Yoga oder Rudern) aufgegriffen und schön in das Geschehen eingebaut wurden. Die Wissenschaftliche Sprache stört oder überlagert an keiner Stelle den roten Faden des Buches und ist durchweg gut verständlich.

Die Liebesgeschichte zwischen Diana und Matthew läuft so langsam und sensibel ab, dass der Leser nicht anders kann, außer mitzufühlen. 

Zwar freue ich mich wie wild darüber, dass es noch weitere Teile geben wird, dennoch ist das Ende unbefriedigend. Wenn ihr mit dem Buch fertig seid, könnt ihr nicht abschließen, ohne den Folgeband (&Folgefolgeband) gelesen zu haben. Ein starker Cliffhanger, der manche vielleicht abschreckt. Es soll noch zwei weitere Teile der Geschichte geben, eine Triologie also. Wann diese erscheinen, ist mir bislang noch unbekannt. Bleibt nur zu hoffen, dass es bald sein wird.


Fazit:
Die Seelen der Nacht erzählt mit schlauen, einfühlsamen Worten von einer großen Wissenschaftlerin und ihrem Weg zu sich selbst. Im Laufe des Buches werden die Themenbereiche immer komplexer. Sowohl Magie, Zauberei, Vampirismus und natürlich Alchemie sowie Genetik werden ausführlich beleuchtet. Der Fortlauf der Story scheint auf einen riesigen Showdown hinzuführen, auf den ich mich schon freue. Der erste Band beantwortet noch kaum Fragen und endet mitten im Geschehen. Band 2 ist also notwendig. Trotzdem kann ich nicht anders, und muss 5 Punkte vergeben.
    

Bewertung: 



Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Kommentare:

  1. klingt wirklich toll !
    aber die 800 Seiten schrecken mich etwas ab... obwohl sie perfekt für die "Wälzer-Challenge" sind ^^ mal schauen...

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  2. Ich bin voll deiner Meinung - wunderbares Buch! Hab das auch schon gelesen und war total begeistert...
    LG Lene

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  3. Deine Rezension ist wirklich sehr gut geschrieben. Auch sonst habe ich eigentlich kaum negative Rezensionen zum Buch gelesen, aber dennoch spricht es mich überhaupt nicht an.

    Liebe Grüße, Diti

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  4. Aaaah, das klingt ja großartig! Hüpft direkt auf meine Wunschliste.
    Deine Rezi ist toll geschrieben, auch dein mitreißender Schreibstil hat ein Lob verdient :)

    Liebe Grüße
    Anka

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  5. Tipp:

    http://www.deborah-harkness.de/

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  6. Danke ;) auch an Anka! Das ist ein tolles Lob, über das ich mich sehr gefreut habe!

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Danke für deinen Kommentar!

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