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Samstag, 5. Mai 2012

SuB SuB SuB | Neues

Ganz ehrlich? Ich lese zur Zeit wie ein Faultier und die Motivtion neben Uni und dem beginnenden Sommer noch Bücher dazwischen zu schieben, ist nicht groß.

Ich lese ca. 1 Buch pro Woche derzeit und hoffe, das wird sich wieder ändern :( Und ich hoffe auch, dass ich mehr Rezensionen für den Blog schreiben kann, sonst weint mein kleiner Hugo noch ;)

Bald kommen meine Rezensionen zu Gut gegen Nordwind (mein Gott, war das Buch gut!) und zu Göttlich verloren (ich versuche gerade, mich wieder in die Geschichte einzufinden und mich an alles aus Band 1 zu erinnern..). 



Was sich allerdings niemals ändert, ist mein stetig wachsender SuB. Ganz im Ernst: Mir geht der Platz für die Bücher aus!! :D Die Armen werden jetzt schon auf dem Boden gestapelt! Neu bei mir eingezogen sind:




(ein Klick führt zu Amazon)
Die drei Letzeren stammen aus dem tollen Jugendbuch Wanderpaket von LovelyBooks! 
 

Sonntag, 22. April 2012

Rezension | Ruht das Licht

  • Seiten: 400
  • Autor: Maggie Stiefvater
  • Verlag: Skript5
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839001080
  • Preis: Ca. 18,90€


Inhalt:
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird . (Quelle)

Meinung:
Ruht das Licht ist der Nachfolger von Maggie Stiefvaters Triologie "Die Wölfe von Mercy Falls". Der Vorgänger Band heißt Nach dem Sommer und wurde von mir schon rezensiert. Achtung, den ein oder anderen Spoiler kann ich hierbei nicht umgehen und warne euch somit. Letzte Chance wegzuklicken!
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Nachdem Sam nun wieder ein Mensch ist, wird Grace nun zum Sorgenkind: Der Wald ruft sie, die Wölfe rufen sie. Es wird immer schwerer für sie, diesem Drang zu widerstehen. Parallel werden die Geschichten der Nebencharaktere aus deren Sicht erzählt, was den Erzählfluss spannend bleiben lässt, sich aber doch sehr von der ruhigen, romantischen Sam-Grace-Geschichte aus Band eins unterscheidet.
Endlich erfährt man mehr über die anderen Bewohner Mercy Falls und beginnt, diese als reale Personen zu verstehen mit ihren Eigenheiten und Fehlern. Schön ist, dass Grace Eltern nun mehr in ihrer Rolle aufzugehen versuchen und sich mehr um das Leben ihrer Tochter kümmern. Ihre Beweggründe bleiben zwar kaum nachvollziehbar, aber die Wendung ist trotzdem schön.


Fans der Liebesgeschichte zwischen Grace und Sam werden ein wenig enttäuscht sein, da auf diese weniger eingegangen wird als in "Nach dem Sommer", andere Ereignisse stellen diese in den Schatten.


Vor allem Isabel bringt mit ihrer ganz anderen Art, fast schon ein Gegenteil zu Grace, frischen Wind in die Story. Dennoch zieht sich die Hauptgeschichte durch die ganzen Nebencharakter-Passagen nur noch sehr langsam dahin. 

Cole zum Beispiel erzählt die Geschichte seines Lebens, was natürlich sehr von der Werwolf Thematik abweicht. Das heißt nicht, das es nicht interessant ist, über ihn zu lesen, sondern dass er die Erzählzeit des Hauptgeschehens unterbricht.



Der Schreibstil ist wie in Buch eins wieder sehr fließend und schön. Stilistisch kann man Maggie Stiefvater wirklich nur loben, die Geschichte allerdings hatte für mich einige Schwächen, die der Folgeband und Abschluss der Triologie hoffentlich wieder ausgleichen kann.


Fazit:
Durch neue Erzählstränge und ganz eigene Geschichten-in-der-Geschichte ist Ruht das Licht zwar ein interessantes Buch, weicht aber vom Hauptkern ab. Sam und Grace rücken in der Hintergrund, die Nebencharaktere treten ins Rampenlicht. Liebhaber des ersten Teils werden diesen aber trotzdem verschlingen. Von mir gibts dank einiger schwächen nur 3 Punkte, dem Folgeband gebe ich trotzdem eine Chance!


Bewertung: 




Mittwoch, 18. April 2012

Rezension | Nach dem Sommer

  • Seiten: 423
  • Autor: Maggie Stiefvater
  • Verlag: Skript5
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839001080
  • Preis: Ca. 18,90€


Inhalt:
Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied. (Quelle)

Meinung:
Bevor man mit diesem Buch beginnt, sollte man alle Gedanken an Twilight verbannen. Es ist wirklich etwas Anderes und nach Vergleichen zu suchen verdirbt nur das Lesevergnügen - deshalb präsentiere ich hier hier nun meinen Vorurteilsfreien Bericht:


Grace interessiert sich schon seit sie klein war kann für die Wölfe in Mercy Falls. Diese scheinen eine ganz besondere Verbindung zu ihr zu haben. 
Sam, einer der Wölfe, beobachtet Grace schon lange und fühlt sich zu ihr hingezogen. Das Unvermeidliche geschieht: Die zwei verlieben sich und eine wundervolle Liebe im Kampf gegen die Zeit beginnt, denn bald könnte Sam sich für immer in einen Wolf verwandeln.


Die Geschichte wird schnell erlebbar durch Maggie Stiefvaters oft gelobten Schreibstil. Sie weiss den Leser immer leicht bei der Stange zu halten, ob die Handlung gerade eher ruhig oder actionreich ist. Größtenteils ist diese übrigens ruhig und schlängelt sich Tag für Tag um Grace und Sam. Trotz einiger Nebencharaktere (die im größten Teil des Buches eher in Erinnerungen ihren Auftritt haben) hatte ich das ganze Buch über das Gefühl, immer nur von Grace und Sam zu lesen. Nebenhandlungen und Zwischentöne fehlten mir, obwohl die "Hauptgeschichte", die ja nur aus Hauptgeschichte besteht, eine richtig schöne ist. 


Wem sich bei Romantik und Schnulzen die Haare sträuben, sollte gewarnt werden: Die Liebesgeschichte wird hier sehr sehr groß geschrieben und selbst die interessante Werwolfthematik kann das nicht ausgleichen. 


Grace und Sam sind mit ihren ausergewöhnlichen Charakteren so genau gezeichnet wie ich es noch selten gelesen habe. Darunter müssen leider die Nebencharaktere etwas leiden, wenn sie denn mal überhaupt im Buch vorkommen. Aber da es sich um eine Triologie handelt, wird sich das bestimmt noch ändern. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den Folgeband "Ruht das Licht!"


Fazit:
Nach dem Sommer ist ein Fantasyroman mit einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte und einem starken Schreibstil. Spannung kommt zwar nur unterschwellig auf, dennoch liest sich das Buch schnell und fesselt. Ich verleihe Nach dem Sommer eine Empfehlung als "wundervolle Lektüre für Zwischendurch"


Bewertung: 





Dienstag, 20. März 2012

Rezension | Girl Parts - Auf Liebe programmiert

  • Seiten:288
  • Autor: John M. Cusick
  • Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 1 (25. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833900245
  • Preis: Ca. 12,99€


Inhalt:
Rose wird frei Haus geliefert. Denn sie ist kein normales Mädchen. Sie ist ein Roboter, eine Gefährtin, geschaffen um den einen Jungen für immer und ewig zu lieben, auf den sie programmiert wurde. So treffen sich Rose und David, bei dem eine soziale Störung festgestellt wurde. Rose ist nun dafür da, ihn zu lieben und ihm Sozialverhalten beizubringen, insbesondere das zwischen Jungs und Mädchen ... Eine bittersüße Geschichte um das Bedürfnis nach Sex, Liebe und Freundschaft und die Frage: Was macht einen Menschen menschlich?  ..(Quelle)

Meinung: 
Lange Zeit stand dieses Buch auf meiner Wunschliste. Kein Buchladen dieser Erde schien es zu führen. Gott sei Dank wurde ich zum Geburtstag mit Büchergutscheinen bedacht ;) Nach langer Überlegung wanderte Girl Parts auf meinen SuB und kurze Zeit später in meine Hände. Sehr überrascht war ich von dem doch sehr schmalen Format des Buches. Für 12,99 schienen 288 Seiten nun doch eher spärlich.
Keine Sorge, die Geschichte macht das wieder wett.


Sollte euch Chobits ein Begriff sein, werdet ihr wissen, was jetzt kommt, denn Girl Parts weist gewisse Ähnlichkeiten auf (was ich als sehr positiv empfinde).


Der reiche und verwöhnte David Sun wird als emotional gestört diagnostiziert. Abhilfe soll eine neue Therapie schaffen: Begleiterinnen. Dies sind Robotermädchen, die wie echte Menschen aussehen und sich auch so anfühlen. Sie besitzen eine KI, die ständig dazulernt. So ist Rose, Davids Begleiterin, zunächst sehr kurz angebunden und unecht in ihrem Verhalten. Nach einiger Zeit wird sie immer mehr zum Menschen, zur Frau. Irgendwas scheint da schief zu laufen, denn Roses Befehle und Gefühle stimmen immer weniger überein...
Stil&Sprache
Beide entsprechen voll und ganz einem Jugendbuch. Leichter Schauer wird eher auf der mentalen Ebene kreiert. Ebenso die Spannung, die zwar niemals überwältigend wird, doch immer irendwie da ist. Cusicks Erzählstil liest sich wie flüssige Butter, wenn man das so sagen kann ;) Nebeneffekt: Länger als zwei Tage hält sich der schmale roman leider nicht. Große Schrift und toller Sprachgebrauch lassen die Buchseiten fliegen.

Charaktere
Da wäre zunächst einmal David Sund, der einem Roboter fast mehr zu gleichen scheint, als Rose. Er ist ein "verzogener" Bengel und somit Ergebnis seiner Erziehung. Diese verdankt er seinen reichen Eltern, die ihm lieber 3 Computer kaufen, anstatt ihm etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Sehr schön ist, dass sogar David in den 288 Seiten des Buches eine Veränderung durchläuft.


Dann wäre da noch Rose. Sehr schnell vergisst der Leser, dass sie eigentlich nur eine Kopie ist, und fiebert mit. Ihr Charakter ist schwer zu beschreiben, da sie diesen eigentlich erst entwickeln muss. Sie ist aber sehr freundlich und naiv, was den Beschützerinstinkt in Leser weckt. 


Die Nebencharaktere werden eher kurz angeschnitten und erwachen nie so richtig zum Leben. Über den dritten Hauptcharakter kann ich leider kein Wort verlieren, ohne zu viel zu verraten.
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Girl Parts - auf Liebe programmiert ist der Auftakt zu einer Serie. Wie viele Bände diese umfassen wird, ist mir nicht bekannt, allerdings freue ich mich schon auf die Fortsetzung.

Fazit:
Schade, dass dieses schmale Buch nicht bekannter ist! John Cusick erlaubt sich hier einen sarkastischen Seitenhieb an die Technikgeneration. Ein Jugendbuch mit Tiefgang, welches dem Leser schon nach wenigen Seiten einen Kloss in den Hals zaubert. Roboterdame Rose ist eine liebenswürdige Abwechslung zu all den Bellas und Katnisses dieser Welt. Dystopien und Robofans, aber auch Liebhaber der zuckersüßen Chobitswelt werden Girl Parts verschlingen.
    
 
Bewertung:

PS: Urlaubsbericht folgt :) Ich bin wieder dahaa!

Freitag, 24. Februar 2012

Rezension | Die Hüterin Midgards

  • Seiten:384
  • Autor: Ivo Pala
  • Verlag: Bibliographisches Institut, Mannheim; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3411809221
  • Preis: Ca. 19,99€
  • Kaufen? Klick


Inhalt:
Magisch, düster, fesselnd: Der Auftakt zu einer atemberaubenden Fantasy-Saga.
In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenjas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenja dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt Burg Elbenthal. Ihre Bewohner leben in tödlicher Bedrohung, denn der Schwarze Prinz der Dunkelelben rückt unaufhaltsam näher. Svenja ist die letzte Hoffnung denn sie ist die Auserwählte, die Hüterin Midgards ...(Quelle)

Meinung: 
Svenja muss sich also, wie wir aus der Inhaltsangabe schließene können, plötzlich in einer magischen Welt voller Elfen, Werwölfen und Monstern zurechtfinden. Irgendwie wünscht sie sich, dass das alles kein Traum ist. Schnell wird sie mit der harten Realität konfrontiert. Hartes Training, außergewöhnliche Geschöpfe und eine ansehnliche Dienerschaft bestimmen von nun an ihr Leben. Svenjas Schicksal scheint vorprogrammiert und doch darf sie niemals wissen, wer sie wirklich ist...

Was nach High Fantasy in Bestform aussieht, entpuppt sich bald als eine Mixtur aus Elben, wie wir sie aus Herr der Ringe und co kennen und der Technik unserer Welt. So finden sich am Gürtelbund unserer Hauptcharakterin neben zwei beseelten Schwertern auch eine handelsübliche Pistole. Diese paradoxe Kombinaton zieht sich durch die gesamte Geschichte - stehts sind beide Welten spürbar und Svenja muss sich zwischen diesen zurechtfinden.
Stil&Sprache
Da Svenja eine Obdachlose ist, die sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält, ist ihre Sprache manchmal entsprechend salopp. Sehr schön ist aber, wie sich ihre Art, zu sprechen im Laufe des Buches verändert, wenn sie sich ihrem Schicksal immer mehr bewusst wird. Auf der einen Seite haben wir die saubere, etwas altertümliche Sprache der Elben und auf der Anderen die Umgangssprache der Menschen, aud die Svenja trifft. Diesen Drahtseilakt meistert Ivo Pala gekonnt und fesselt den Leser mit bildgewaltiger Sprache, die sowohl Landschaften als auch Straßenathmosphäre Realität werden lässt.

Sehr angenehm sind die oft sehr kurzen Kapitel, die hauptsächlich aus der Sicht Svenjas geschrieben sind. Ab und zu bekommt man aber auch die Perspektive des Feindeslagers geschildert, was den Gesamteinblick abrundet. Die Grenzen zwischen Gut und Böse scheinen fast zu verschwimmen, da alle im Grunde dasselbe Ziel haben: Nach Hause zurückzukehren.
Charaktere
Svenja ist eine dieser starken Frauen, die sich auf der Straße durchschlagen muss und trotzdem durch und durch eine ehrliche Seele hat. Sie wirkt sofort sympathisch und verhält sich nachvollziehbar. 
Als sie erfährt, dass sie eine Elbenprinzessin sein soll, möchte sie nämlich erstmal weglaufen. In der Elbenwelt trifft sie erstmal auf sehr viele neue Charaktere, von denen nicht alle im Laufe des Buches eine Persönlichkeit entwickeln und manche wirklich sympathische Charaktere wie Wargo leider etwas zu kurz kommen. Dafür gibt es aber auch Nebencharaktere, die toll ausgearbeitet wurden, wie Hagen oder Yrr.
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Elbenthal wird auf jeden Fall fortgesetzt werden. Wie viele Bände es genau geben wird, konnte ich leider nicht herausfinden. Schon jetzt gibt es aber eine sehr schöne Homepage zum Buch, auf der neben Wallpapern, Quiz und Trailer viele Informationen zur Serie bereitstehen. Ein Blick lohnt sich.

Fazit:
Die Hüterin Midgards bietet einen sehr interessanten Mix aus High-Fantasy und Urban-Fantasy, wie ich es bisher jedenfalls noch nie gelesen habe. Fans beider Genres werden Spaß an dieser neuen Saga haben. Trotz kleiner Mängel verspricht der zweite Band noch mehr Spannung in Elbenthal. Dieser erste Band stellt Svenja und die Welt Elbenthals vor und büßt dafür an Action ein. Trotzdem: Eine schöne Story mit starker Hauptfigur in einer magischen Welt.
    
 
Bewertung:


 
Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Sauerländer-Verlag und an BloggdeinBuch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Samstag, 4. Februar 2012

Rezension | Meeresflüstern

  • Seiten: 416
  • Autor: Patricia Schröder
  • Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649603195
  • Preis: Ca. 16,95€


Inhalt:
Nach dem Tod ihres Vaters verlässt die siebzehnjährige Elodie ihre Heimatstadt Lübeck, um bei ihrer Großtante auf Guernsey zu leben. Als wenig später auf der Nachbarinsel ein Mädchen tot aufgefunden wird, glaubt sie, dass ihre Ankunft auf der Kanalinsel in irgendeinem Zusammenhang mit dem schrecklichen Vorfall steht. Aber wie ist das möglich? Und wer ist der wunderschöne Junge, dem Elodie in ihren Träumen begegnet? Dann, eines Tages, taucht dieser Junge plötzlich wie ein Geschöpf aus dem Meer vor ihr auf. Geheimnisvoll. Magisch. Betörend. Elodie kann nicht aufhören, an ihn zu denken. Und sie beginnt zu ahnen, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt und wie sehr ihr eigenes Schicksal mit den dunklen Legenden der Kanalinseln verknüpft ist.  ..(Quelle)

Meinung: 
Unterwasserwelten, Meerjungfrauen, unendliche Tiefen und faszinierende Weiten.
Das ist es, was ein Titel wie Meeresflüstern vermuten lässt.

Fast unnötig, es zu erwähnen, aber das Cover mit seinen Verzierungen und Besonderheiten ist wirklich wunderschön. Die liebevolle Gestaltung geht bis zum Lesebändchen, welches mit silbernen Fäden durchzogen ist. Liebe zum Detail in seiner schönsten Form.

Elodie musste vor Kurzem einen schrecklichen Verlust aushalten: Ihr Vater starb. Was hilft da besser, als ein komplett neues Umfeld und etwas Abgeschiedenheit? Gesagt, getan, ist Elodie bald auf einer kleinen, englischen Insel, wo sie mit einer ihrer größten Ängste konfrontiert wird: dem Wasser.

Stil&Sprache
Die Sprache ist manchmal etwas umgangssprachlich, im Allgemeinen aber wunderbar zu lesen und zu verstehen. Landschaften und Meeresweiten werden in träumerischen, bildgewaltigen Worten beschrieben. Dadurch kann der Leser abschalten und sich ganz in die Arme der Buchwelt begeben.Wir lesen zum größten Teil aus Elodies Sicht, schweifen aber manchmal zur Perspektive eines unbekannten Wesens ab, dessen düstere Gedanken und Taten die Spannung steigen lassen.

Charaktere
Elodie ist hübsch, schlau und stark. Sie ist ein sympathischer Charakter, dessen Walten der Leser gerne verfolgt. Aber auch die Nebencharaktere, wie z.B. Ihre Tante, wachsen dem Leser schnell ans Herz. 


Sehr schade ist, dass gegen Ende des Buches noch neue Charakter eingeführt werden, die nicht die Chance bekommen sich zu erklären. Deshalb ist der Leser manchmal etwas überrumpelt. Das gilt auch für plötzliche Verhaltensänderungen mancher Charaktere, auf die ich nicht näher eingehen kann. 
Dennoch sind die Charaktere zum größten Teil lebendig und einzigartig. Hier möchte ich z.B Elodies Mutter erwähnen, die nur in der Gegenwart lebt, einen Freund von Elodie, der unter dem Tourette Syndrom leidet oder Elodie selbst, die mit einer starken Phobie zu kämpfen hat.
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Lobenswert ist auch der nicht zu aufdringliche, aber durchaus bemerkbare Wink mit dem Zaunpfahl, was Umweltschutz angeht. Was tun wir dem Meer an? Warum wissen Viele von uns nicht, wie schlecht es tatsächlich um unsere Lebensquellen steht?

Zu Guter Letzt: Das Ende lässt stark auf einen Teil 2 hoffen, den ich schon jetzt gerne lesen würde.

Fazit:
Meeresflüstern erinnert uns daran, warum wir das Meer lieben. Warum wir so gerne am Strand liegen, den salzigen Duft des Meeres schnuppern und das leise Rauschen der Wellen uns in den siebten Himmel schaukelt. Das, in Kombination mit einer spannenden Story, die mit Gefühl und Romantik, Mystik und Trauer umgeht und uns bildhaft Teil von Elodies Welt werden lässt, sorgt für durchlesene Nächte. Liebe Meeresfans, holt schonmal die Strandmatten raus und vergesst nicht, Meeresflüstern miteinzupacken.
    
 
Bewertung:



Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Coppenrath-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 29. November 2011

Silberlicht | Rezension



  • Seiten: 320
  • Autor: Laura Withcomb
  • Verlag: PAN (11. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342628328X
  • Preis: Ca. 14,99€


Inhalt:
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden. Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und … er lächelt! Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt … Helen und James – das neue Traumpaar der übersinnlichen Welt! ... ..(Quelle)

Meinung: 
Abgesehen von dem schönen Flexi Cover hat Silberlicht noch einiges zu bieten.
Helen ist tot - und das schon sehr lange. Nur mühesam trägt sie sich durch das nicht-leben mithilfe ihrer Bewahrer. Bewahrer sind Menschen, an denen Helen sich festhalten, deren Leben sie teilen kann. Nach einer Unendlichkeit aber geschieht das Unerwartete: Jemand kann Helen sehen.


Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aufgrund des zwar schönen, aber doch zu Beginn recht verschachtelten und von Helens Lebzeit inspirierter Sprache eher schwer. Sobald die ersten 100 Seiten überwunden waren, änderte sich der Schreibstil, wechselte in die Gegenwart des Geschehens. Ab da machte das Lesen großen Spaß. 


Laura Withcombs Welt ist eine neue, zarte Geisterwelt, in der Helen zB. einen Menschen zum Schreiben oder Handeln inspirieren kann. Der Leser taucht in diese ruhige Unendlichkeit und Unsichtbarkeit ab, an die Helen sich schon so lange gewöhnt hat.


Das Schöne ist, dass sich bald alles ändert und der Leser das Leben mit Helen neu entdeckt. Wie wundervoll kann Essen sein, wie unglaublich das Riechen und Fühlen?
Die Welt mit Laura Withcombs lebensnahen Charakteren neu zu erleben, macht einfach Freude und gewährt eine ganz neue und andere Sicht auf alltägliche Dinge.


Dazu kommt eine spannende Liebesgeschichte, die gegen Ende stark an Fahrt gewinnt und das Finale zu einem sehr lesenswerten macht. Wer für ein paar Stunden in eine fantastische Welt voller Bestimmung und Liebe eintauchen möchte, sollte sich Silberlicht nicht entgehen lassen!


Fazit:
Silberlicht ist einfach schön. Helens Geschichte ist traurig, einzigartig und hoffnungsvoll. Wer Liebesgeschichten mit einem Hauch Fantasy und dem gewissen Etwas, welches sie von allen Anderen unterscheidet sucht, sollte einen Blick riskieren.
    

Bewertung:

Montag, 17. Oktober 2011

Rezension | Soul Screamers 1 - Mit ganzer Seele

  • Seiten: 304
  • Autor: Rachel Vincent
  • Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899419464
  • Preis: Ca. 9,99€


Inhalt:
Kaylee kann ihr Glück kaum fassen. Der schärfste Typ der Schule hat sie angesprochen! Nash hat die schönsten braunen Augen, die sie je gesehen hat. Als er sie auf die Tanzfläche zieht, glaubt Kaylee zu träumen. Aber das perfekte Date hat sie sich anders vorgestellt. Erst entdeckt sie ein Mädchen, das scheinbar von einem schwarzen Nebel umgeben ist. Dann wird Kaylee übel, und plötzlich lastet eine schreckliche Schwere auf ihr. Um nicht zu schreien, dass die Fensterscheiben zerspringen, rennt sie schweißgebadet raus. Wie peinlich! Nash muss sie jetzt für völlig verrückt halten. Doch seltsamerweise bleibt er ganz ruhig ... Am nächsten Tag erfahren sie, dass das Mädchen tatsächlich tot ist. Bald sterben weitere. Und Kaylee ist die Einzige, die weiß, wen es als Nächsten trifft ...(Quelle)

Meinung:
Auf Soul Screamers hatte ich mich schon gefreut, seit ich das tolle Cover in der Programmvorschau des Mira Verlages das erste Mal gesehen hatte.

Kaylee hatte schon immer seltsame "Anfälle", die sie zum lauten Schreien verleiten. So langsam zweifelt sie an ihrer mentalen Klarheit. Als plötzlich grundlos Mädchen sterben und sie dem gutaussehenden Nash näher kommt, ändert sich auf einmal alles.
Was es mit dem Schreienauf sich hat, könnt ihr euch vielleicht schon denken. Trotzdem werde ich es nicht erwähnen.

Der Schreibstil dieses Buches leitet den Leser flott und gekonnt durch die kurzweilige Geschichte. Der Ich-Erzähler spricht im Präteritum und ist durchweg glaubwürdig und liebeswert. Die Nebencharaktere sind leider sehr flach und farblos gestaltet. Nur Kaylee wird ganz durchleuchtet und zeigt uns ihren konstanten und starken Charakter.

Soul Screamers ist weder langweilig noch lahm. Immer geschieht etwas Spannendes. Leider wird die Spannung durch die Vorhersehbarkeit der Story stark beeinflusst.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein Leser dieses Buches, der nie ein ähnliches Buch zuvor gelesen hat, der Begeisterung verfällt. Mir fehlt hier leider das gewisse Etwas. Die Geschichte ist leider wie hundert andere, nur in grün (wenn ihr wisst, was ich meine). Ein paar tolle Ideen stecken aber darin und hätten, wären sie besser ausgebaut, meine Bewertung stark beeinflusst.

"Mit ganzer Seele" ist der erste Band einer Serie. Am Buchende ist eine kleine Leseprobe des zweiten Bandes. Zwar hat mich der erste Teil nicht ganz überzeugen können, dennoch möchte ich dem zweiten gerne eine Chance geben. Soul Screamers könnte noch richtig gut werden.

Fazit:
Soul Screamers ist leichte Kost. Ohne große Überraschungen oder Innovationen, aber durchaus mit einer soliden Grundstory und einer tollen Hauptakteurin. Mich hat das Buch unterhalten, aber nicht vollends gefesselt. Potential nach oben sehe ich im zweiten Band auf jeden Fall!

Bewertung: 



Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Mira Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Rezension | Percy Jackson Band 5 Die letze Göttin

  • Seiten: 464
  • Autor: Rick Riordan
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 2 (29. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551555850
  • Preis: Ca. 16,90€


Inhalt:
Jetzt sind Percy und seine Freunde gefragt: Ihr Todfeind Kronos holt zum letzten Schlag aus und marschiert auf den Olymp zu, mitten ins Herz von New York - dabei sind doch die olympischen Götter alle ausgezogen, um gegen das wiedererstandene Monster Typhon zu kämpfen! Gemeinsam mit den Jägerinnen der Artemis und den zum Leben erweckten Denkmälern der Stadt versuchen die jungen Halbblute, den Sitz der Götter zu verteidigen, aber zu allem Unglück haben sie auch noch einen Spion in den eigenen Reihen. Gut, dass wenigstens eine Göttin im Olymp zurückgeblieben ist ... ?(Quelle)

Meinung:
Der letzte Band der Percy Jackson Reihe! Ich rate Jedem, der noch mit sich hadert, den Bänden eine Chance zu geben. Ich bin schon lange ein bekennender Fan!

Natürlich solltet ihr jetzt nur weiterlesen, wenn ihr mit Band 1-4 vertraut seid. Also Achtung, ich habe euch gewarnt.

Wiedermal spitzen sich die Ereignisse in Percys Leben zu. Kronos wird immer mächtiger und der Krieg ist in vollem Gange. Nun muss Percy sich auch noch die vollständige Weissagung anhören, die ihm so ganz und gar nicht zusagt.

Auch im letzten Band begeistert Rick Riordan mit seinem Humor und einer starken, abenteuerlichen Handlung. Percy Jackson gehört zu den Büchern, die den Leser in eine andere Welt versetzen und dieser alles Andere vergisst. War der letzte Band doch ein klein wenig schwächer und mit zu vielen Protagonisten bestückt, gleicht der finale Band alles wieder aus. Spannung und Action sind allgegenwärtig.
Übrigens kommt diesmal ein Schuss Liebe dazu, der aber ganz natürlich und unschuldig wirkt.

Die Charaktere sind wie immer liebevoll gezeichnet und entwickeln sich im Verlauf der Serie merklich weiter. Rick Riordan begeistert mit seinen Ideen und seiner Umsetzung der griechischen Mythologie.

Zwar sind die Bücher nicht sehr tiefgründig und die Handlung manchmal etwas absehbar, trotzdem machen sie das mit dem schönen Erzählstil und dem Ganzen drumherum wieder wett. Lebensweisheiten darf man hier eher nicht erwarten.

Übrigens werden die Taten der vorherigen Bände am Anfang des Buches immer mit aufgegriffen, so dass notfalls mit jedem Band eingestiegen werden kann.


Fazit:
Percy Jackson überzeugt auch im finalen Buch mit starken Actionszenen und spannender Handlung. Das Finale ist eine angemessene Krönung der Reihe und der Leser aller Bände vermisst die lieb gewonnenen Charaktere gleich nach der letzten Seite. Nicht nur für Kinder ist die griechische Mythologie hier greifbar und interessant aufgearbeitet. Ich persönlich habe mich aufgrund des Buches auch zwischendurch oft  schlau gemacht, was die griechischen Götter angeht. Mamas aufgepasst: Wer ein Jugendbuch für Jungs sucht, sollte sich Percy Jackson mal ganz genau ansehen. Das Buch hält, was es verspricht und bekommt von mir die 4 1/2 Punkte.


Bewertung: 




Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Donnerstag, 22. September 2011

Rezension | Lamento

Daten: 

  • Seiten: 352
  • Autor: Maggie Stiefvater
  • Verlag: PAN (9. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426283107
  • Preis: Ca. 14,95€


Inhalt:
Luke flüsterte mir ins Ohr, so nah, dass seine Lippen mein Haar streiften: »Sag mir, dass du mich wiedersehen willst.« Eigentlich ist Deirdre eine ganz normale Sechzehnjährige – und ganz ehrlich: Sie findet ihr Leben gerade ein bisschen langweilig. Doch dann hat sie immer öfter seltsame Träume. Immer wieder taucht darin ein faszinierender Junge auf, dessen geheimnisvolle Augen Deirdre verzaubern. Als ihr Luke eines Tages leibhaftig gegenübersteht, wird Deirdres Leben ausgesprochen aufregend … aber gleichzeitig schwebt sie nun in großer Gefahr. Sind ihre Gefühle für Luke stark genug, um einen uralten Fluch zu brechen? Spannend, geheimnisvoll, romantisch: Eine wunderbare Geschichte über geheime Wünsche und die Macht der Liebe!(Quelle)


Meinung:
Lamento hat schon für viele begeisterte Rezensionen gesorgt. Auch mein Leseeindruck ist sehr positiv. Zwar ist das Buch schon eine Weile auf dem Markt, aber gerade deshalb sollte es ab und zu erwähnt werden. 


Deirdre ist eine begabte Harfenistin, deren Mutter mit Vorliebe über ihr Leben bestimmt und alles ins kleinste Detail plant. Als Deirdre eines Tages den geheimnissvollen Luke kennenlernt, wird ihre Welt aus den Fugen genommen.


Wiedermal verrät die Inhaltsangabe viel zu viel. Schon der Untertitel enthüllt, dass es sich um eine Feengeschichte handelt. Viel schöner für den Leser wäre es gewesen, dies erst im Verlauf des Buches herauszufinden.

Der Schreibstil ist sehr einfach und leicht verständlich gehalten, wie es für ein Jugendbuch typisch ist. Auch typisch sind der Ich Erzähler und die Vergangenheitsform, in der geschrieben wurde. Das sind alles übrigens keine Minuspunkte. Ich persönlich mag genau das sehr gerne. Der jugendliche Sprachstil, den vor allem Deirdres bester Freund James am Leben hält, sorgt für Witz und Abwechslung, was mir gut gefallen hat.

 Lamento beginnt langsam und wartet mit einer immer dichter werdenden Geschichte auf. Die Spannung steigt gegen Ende sehr steil an. Wenn ich Ende sage, meine ich die letzen hundert Seiten. Davor ist das Buch eher ruhig und langsam.

Die Charakter sind ganz gut ausgeformt. Vor allem Deirdre wird vom Leser sehr lebhaft wahrgenommen werden, wohingegen Luke einige klischeehafte Eigenschaften des hoffnungslos verliebten besitzt. Ein wenig schade. Auch in Charakteren wie Delia und James hätte mehr potential gesteckt.


Die Liebesgeschichte zwischen Deirdre und Luke muss einige kleine Hürden überwinden und steht sehr im Mittelpunkt des Geschehens und beherrscht dieses.


Schwächen:
Schade fand ich, dass nicht mehr von der Zauberhaften Feenwelt beschrieben wurde. Viele Ereignisse der ersten 200 Seiten hätten gut und gerne gestrichen werden können, um viel früher mit der Feenthematik zu beginnen. Das hätte dem Buch sehr gut getan und mehr kurzweile entstehen lassen. 

Stärken:
Maggie Stiefvater hat viele tolle Ideen und setzt diese auch gut um. Lamento ist ein modernes Märchen und wird viele von euch verzaubern. Meiner Meinung nach sind die ersten und die letzen Seiten einfach fantastisch. Sie haben alles von Witz, Liebe, Spannung über eine interessante Geschichte mit gut gewählten Charakteren. Im Mittelteil hat das Buch aufgrund der Liebesgeschichte einige Leeren und Wiederholungen. Das holen die letzen, wirklich spannenden Seiten aber wieder auf. Derdre erfährt endlich mehr über sich und die Feen und ergreift die Initiative. Auch sehr schön ist die Beschreibung der Musik, die im ganzen Buch immer wieder auftaucht. Super gelungen. 


Fazit:
Wer Märchen und Feen liebt, wird auch Lamento lieben. Zwar sind die Feen alles andere als ungefährlich, aber in welcher modernen Feengeschichte sind sie das schon. Das Buch ist schnell gelesen und wartet mit kreativen Interpretationen des Feenthemas und einer bezaubernden Protagonistin auf. Auch Musik spielt bei Lamento eine große Rolle, ebenso wie die Liebe. Das Buch hat nur einige wenige Schwächen, mit denen ich gut leben konnte. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne.


Bewertung: 

 



Dienstag, 13. September 2011

Rezension | Dead Beautiful

Daten:
  • Seiten: 480
  • Autor: Yvonne Woon
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423760389
  • Preis: Ca. 16,95€


Inhalt:
Nur einen Kuss – nichts wünscht sich die 16-jährige Renée sehnlicher von ihrem schönen, doch seltsam unnahbaren Mitschüler Dante. Noch nie zuvor hat sie zu einem Jungen eine solch starke Seelenverwandtschaft empfunden. Aber obwohl die Anziehung zwischen ihnen spürbar ist, verweigert ihr Dante diesen Kuss. Warum? Und was hat es mit den ganzen seltsamen Fächern wie Bestattungskunde und Gartenbau an ihrer neuen Schule auf sich? Renée ist fasziniert von den alten Riten an ihrem Internat und gleichzeitig verunsichert. Denn es kommt immer wieder zu mysteriösen Todesfällen unter den Schülern ... (Quelle)

Meinung:
Habt ihr gerade die Inhaltsangabe gelesen und gedacht >>Urgs... kitschig..<< ?
Dann lest weiter und lasst euch hoffentlich umstimmen. Dead Beautiful hat mehr zu bieten als das Äußere erahnen lässt. Wenn ihr das Buch vor euch habt, lest lieber nicht den Rückentext, da dieser meiner Meinung nach zu Viel verrät.

Renées Eltern sterben auf mysteriöse Weise. Ihr Weg führt sie in ein Internat an der Osstküste, welches höchst seltsame Schulfächer unterrichtet. Hier erfährt Renée mehr über sich selbst und fängt langsam wieder an zu leben - dazu muss sie sich aber erst mit dem Tod auseinandersetzen.

Das Buch bietet Einsicht in die Welt der Philosophie und geht dabei manchmal auch schön in die Tiefe. Seit "Sofies Welt" bekommt jedes Buch zu diesem Thema von mir Bonuspunkte, da Philosophie nicht nur interessant ist, sondern auch zum Nachdenken anregt. Nachdenken muss nichts schnelles sein und so war auch das Lesen nicht nur schnell. Ich wollte nicht eine Zeile überfliegen, um nichts zu verpassen.
Selbstverständlich ist Dead Beautiful immernoch ein Fantasy Jugendroman und somit Passagenweise wie gewohnt: Liebesgeschichte, Internat, rätselhafte Morde ... aber das ist eine gute Mischung aus reiner Unterhaltung und einem Hauch lehrreichem Inhalt, der auch jüngere Leser fesseln wird.

Die Kapitel haben eine angenehme, wenn auch nicht sonderlich kurze Länge und der Erzählstil liest sich flüssig. Der Schreibstil ist nicht nur auf Klarheit und Einfachheit ausgelegt, sondern bietet dem Leser viele schöne und gewählte Worte, so dass ich den Stil schon an der Grenze zur Erwachsenenliteratur einordnen möchte.

Und ja, natürlich ist die Liebesgeschichte ein Hauptthema des Buches. Allerdings wird dies auch groß angekündigt - ihr kauft also nicht die Katze im Sack.

Die Charaktere sind vielfältig und liebenswert. Mir sind kaum Klischee Charaktere aufgefallen (naja gut... Wes/Brett vielleicht, aber das sagt Renée ja sogar selbst) und ich konnte mir sämtliche Personen sehr gut und detailliert vorstellen. Vor allem die starke Persönlichkeit von Renée gefällt mir sehr gut. Sie ist weiss, was sie will und hält sich mit ihrer Meinung nicht zurück.

Die Spannung ist von Anfang an da. Schließlich will der Leser wissen, warum Renées Eltern sterben mussten und natürlich, was die seltsamen Geschehnisse im Internat zu bedeuten haben.

Das Ende löst vieles auf und ist - wie ich finde - nicht sehr vorhersehbar. Dazu kommt, dass es außerdem wunderschön und romantisch ist ;)

Schwächen
-Dank Inhaltsangabe und Buchrückentext - ja, sogar dank dem Untertitel von Dead Beautiful wird dem Leser Einiges an Spannung vornweggenommen, was sehr schade ist.


Stärken
-Tolle Themen wie Philosophie sind in die Handlung verflochten

-Ein Buch über Liebe und den Tod
-Starke, einfallsreiche Charaktere

Fazit:
Wer Lust auf ein komplexes Buch hat, welches eine sinnliche Internatsgeschichte, etwas Fantasy und eine Priese Tiefgang in sich vereint, kann bedenkenlos zugreifen. Mir hat Dead Beautiful sehr gut gefallen und ich vergebe das erste Mal 4 1/2 Punkte.

 .
Bewertung: 







Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Dtv Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplares.

Donnerstag, 8. September 2011

Rezension | Firelight

Daten:
  • Seiten: 376
  • Autor: Sophie Jordan
  • Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (1. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785570457
  • Preis: Ca. 17,95€


Inhalt:
Als sie Will zum ersten Mal sieht, flieht Jacinda vor dem Jungen mit den haselnussbraunen Augen. Denn sie hat ein Geheimnis: Sie ist eine Draki, ein Mädchen, das sich in einen Drachen verwandeln kann. Nur in ihrem Rudel, hoch oben in den Bergen, glaubt sich Jacinda sicher. Sicher vor den Drachenjägern, die es auf ihre schillernde Haut und ihr purpurfarbenes Blut abgesehen haben.
Doch im Rudel braut sich Unheil zusammen. Hat es damit zu tun, dass Jacinda den gut aussehenden Cassian, den zukünftigen Leitdrachen, heiraten soll?
Ihre Mutter verschweigt ihr etwas, als sie bei Nacht und Nebel das Dorf verlassen. Todunglücklich beginnt Jacinda ein neues Leben. Da trifft sie Will wieder und Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn. Aber ihre Liebe darf nicht sein denn Will ist ein Drachenjäger Mehr Infos rund ums Buch unter: www.firelightfans.de   (Quelle) 

Meinung:
Firelight lag schon einige Zeit neben meinem Nachttisch und erntete schmachtende Blicke von mir, während ich noch an anderen Büchern las. Das Thema und das Cover erschien mir so spannend, dass ich es unbedingt lesen musste.

Zwar war das Buch dann etwas anders, als erwartet, aber trotzdem bin ich gerade nach Beendigung von Firelight sehr begeistert.

Die Hauptprotagonistin trägt den wunderschönen Namen Jacinda und ist eine Draki. Draki sind die Nachfahren der Drachen und haben besondere Fähigkeiten. Jacinda ist sogar noch ein wenig einzigartiger als ihre Mit-Drakis. Wie schon der Klappentext verrät, entwickelt Jacinda Gefühle für einen Draki Jäger und da fangen die Probleme an.

Firelight spielt im Amerika der heutigen Zeit. Das hat mich zunächst ein Wenig enttäuscht, da ich eine historische Drachengeschichte erwartet habe (und ich liebe historische Drachenromane). Sobald ich mich aber daran gewöhnt hatte, passte die Geschichte natürlich sehr gut in die von der Autorin ausgewählte Zeit. Alte Mystik in der modernen Welt. Auch sehr schön.

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Das Buch ist durchweg sehr deutlich und kinderleicht Verständlich formuliert. Hier zieht sich Nichts und langweilige Passagen gibt es auch nicht. Die Kapitel haben Durchschnittslänge und die Handlung ist logisch gegliedert. Keine verwirrenden Rückblenden oder Perspektivenwechsel. Jacinda ist ein Ich Erzähler und der Tempus ist im Präsenz gehalten.

Die Spannung ist durchweg da. Der Leser möchte mehr über die Geheimnisse der Drakis erfahren und leidet mit Jacinda. Wird Will sie töten, wenn er erfährt, dass sie ein Draki ist? Oder weiss er es schon? Diese Fragen machen sehr neugierig und liessen mich das Buch in drei Tagen durchlesen.

Die Charaktere sind alle sehr gut Beschrieben. In erster Linie ist es natürlich Jacindas Charakter, auf dem der Fokus liegt. Ihre Persönlichkeit ist sehr detailliert gezeichnet und wird für den Leser real. Manche Nebencharaktere, wie zum Beispiel Will, oder Jacindas Zwillingsschwester Tamra sind ebenfalls mit viel Mühe erstellt worden. Andere Nebencharaktere, wie Xander oder Cassian werden nur grob beleuchtet und wirken nicht wirklich rund.

Viele offene Fragen blieben mir am Ende zum Aussehen der Drakis. Ich konnte dem Buch nicht entnehmen, ob Drakis wie richtige Drachen aussehen oder eher Menschlich. Ob sie riesig sind oder Menschengröße haben. Das fand ich sehr schade, denn ich hatte die ganze Zeit kein klares Bild der Drakis im Kopf.

Die Liebesgeschichte steht sehr im Mittelpunkt. Mich hat es nicht gestört, schließlich wird es ja schon im Klappentext stark angekündigt. Firelight ist ein Buch rund um die Liebe zwischen Jacinda und Will. Das sollte jeden Käufer klar sein.

Das Buch endet an einer sehr spannenden Stelle. Wer keine Lust auf eine Reihe hat sollte die Finger von Firelight lassen, da die Geschichte nicht in sich abgeschlossen ist.

Schwächen
-Zwar sehr schöne, leider aber auch lückenhafte Darstellung der Drakis.

-Der Fokus liegt sehr auf Jacinda, was manche Nebencharaktere leider sehr flach erscheinen lässt.

Stärken
-Einfallsreiche und spannende Geschichte rund um Jacinda

-Flüssiger Erzählstil, der den Leser das Buch nahezu verschlingen lässt

Fazit:
Wer neugierig auf die Fantasy Figur der Drakis ist und eine schöne, turbulente Liebesgeschichte mit einer starken Hauptperson ist, liegt mit Firelight goldrichtig. Der Roman ist kurzweilig und spannend. Kleine Schwächen hier und da sorgen für einen Punkt Abzug, deswegen bekommt Firelight von mir 4 sehr gute Punkte. Auf Englisch ist bereits die Fortsetzung, Vanish, erschienen.






 















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Bewertung:






Dienstag, 6. September 2011

Rezension | Blood Magic

Daten:
  • Seiten: 448
  • Autor: Tessa Gratton
  • Verlag: cbj (18. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570152863
  • Preis: Ca. 17,99€


Inhalt:
Magie gibt es wirklich! Du hast sie im Blut...

Es hört sich ganz einfach an: Zeichne einen Kreis ... Lege ein welkes Blatt in den Mittelpunkt ... Sprich einen Zauberspruch ... Und opfere einen Tropfen Blut ...

Der letzte Teil ist keineswegs einfach. Aber Silla spürt, dass der Zauber richtig ist. Und richtig war in Sillas Leben nichts mehr, seit ihre Eltern einen grausamen Tod fanden. Erst das geheimnisvolle Zauberbuch, das ein Unbekannter vor ihrer Tür abgelegt hat, scheint Sillas Leben wieder Sinn zu geben. Ein Buch voller Zaubersprüche, die allesamt mit dem Blut des Magiers ausgeführt werden. Als Silla tief in den Strudel ihrer eigenen berauschenden Magie gezogen wird, gibt es nur einen, der sie warnt: Nick, der Junge von nebenan, der ahnt, dass die Blutmagie dunkle, uralte Mächte heraufbeschwört und dass sie Segen sein kann – oder Fluch. (Quelle) 

Meinung:
Dieses Buch lag ewig auf meinem Nachttisch. Der Einstieg fiel mir so schwer, dass ich zunächst ein anderes Buch las, um mich dann wieder ganz neu auf Blood Magic einzulassen.
Silla bekommt das Zauberbuch ihres Vaters und taucht ein in die Welt der Magie. Allerdings ist die Blutmagie nicht immer nur wohlwollend und zieht Silla schneller in eine Spirale schrecklicher Ereignisse, als diese vorhersehen kann. Nur Nick, der neue in der Stadt, weiß mehr über Magie als Silla ahnt und warnt sie vor der uralten Kraft. 
Die kurzen Kapitel sind sehr angenehm zu lesen. Großer Pluspunkt. Das meiner Meinung nach eher Schlechte am Stil ist der Wechsel zwischen den verschiedenen Perspektiven der Hauptcharaktere. Das verwirrt und stockt den Lesefluss.


Am Schreibstil möchte ich wirklich nichts aussetzen - dieser ist klar und liest sich flüssig, dennoch zog das Buch sich auch nach den ersten 150 Seiten ins endlose.
Fast interessanter als die Hauptgeschichte fand ich die Schilderungen der Hexenschülerin Josephine, die alle paar Kapitel auftauchen. Sie überwindet ihre schlimme Vergangenheit, um ein neues Leben voller Magie zu beginnen. Die Erzählstränge vernetzen sich dann gegen Ende.

Die Liebesgeschichte wirkt lahm und kann nicht wirklich überzeugen. Das Paar lebt seine Liebe kaum aus - weder in Worten noch in Gefühlen. Das ist leider ein großes Problem von Blood Magic: die Überzeugungskraft. An vielen Stellen der Handlung geschehen Dinge, die einen Menschen normalerweise zum Nachdenken oder Zögern zwingen müssten, was die Charaktere meist einfach übergehen. Tiere Blutopfer zum Beispiel werden ohne große Gefühlsregungen einfach abgestochen. Naja.

Gegen Ende steigt die Spannung auf jeden Fall an und es kommt dann zum Klimax. Leider ist die Geschichte auch da unglaubwürdig. Sieht man darüber hinweg, ist der Höhepunkt des Buches im Großen und Ganzen nicht schlecht, aber auch nicht überragend.


Schwächen
-Die ersten Seiten ziehen sich. 

-Die Geschichte ist flach... das Potential ist da, der Umsetzung fehlt es aber an Pepp. 

Stärken
-Kurze, knackige Kapitel.

-Die Charaktere sind so gar nicht Buchtypisch in ihren Eigenschaften. Nick zum Beispiel ist im Grunde kein besonders netter oder umgänglicher Mensch. 

 
Fazit:
Blood Magic hat mir leider nicht gut gefallen. Am liebsten hätte ich es abgebrochen, was ich, um einem schlechten Buchgewissen vorzubeugen dann doch nicht tat. Eingefleischte Fans von Büchern über Magie werden möglicherweise trotzdem recht zufrieden mit dem Buch sein. Gegen Ende wird das Buch besser und spannender, erreicht aber trotzdem nie den Punkt, an dem es zum Pageturner wird. Es fehlt -so blöd sich das vielleicht anhört- einfach das gewisse Etwas. Ich vergebe 3 Punkte.


Bewertung: 



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