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Sonntag, 22. April 2012

Rezension | Ruht das Licht

  • Seiten: 400
  • Autor: Maggie Stiefvater
  • Verlag: Skript5
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839001080
  • Preis: Ca. 18,90€


Inhalt:
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird . (Quelle)

Meinung:
Ruht das Licht ist der Nachfolger von Maggie Stiefvaters Triologie "Die Wölfe von Mercy Falls". Der Vorgänger Band heißt Nach dem Sommer und wurde von mir schon rezensiert. Achtung, den ein oder anderen Spoiler kann ich hierbei nicht umgehen und warne euch somit. Letzte Chance wegzuklicken!
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Nachdem Sam nun wieder ein Mensch ist, wird Grace nun zum Sorgenkind: Der Wald ruft sie, die Wölfe rufen sie. Es wird immer schwerer für sie, diesem Drang zu widerstehen. Parallel werden die Geschichten der Nebencharaktere aus deren Sicht erzählt, was den Erzählfluss spannend bleiben lässt, sich aber doch sehr von der ruhigen, romantischen Sam-Grace-Geschichte aus Band eins unterscheidet.
Endlich erfährt man mehr über die anderen Bewohner Mercy Falls und beginnt, diese als reale Personen zu verstehen mit ihren Eigenheiten und Fehlern. Schön ist, dass Grace Eltern nun mehr in ihrer Rolle aufzugehen versuchen und sich mehr um das Leben ihrer Tochter kümmern. Ihre Beweggründe bleiben zwar kaum nachvollziehbar, aber die Wendung ist trotzdem schön.


Fans der Liebesgeschichte zwischen Grace und Sam werden ein wenig enttäuscht sein, da auf diese weniger eingegangen wird als in "Nach dem Sommer", andere Ereignisse stellen diese in den Schatten.


Vor allem Isabel bringt mit ihrer ganz anderen Art, fast schon ein Gegenteil zu Grace, frischen Wind in die Story. Dennoch zieht sich die Hauptgeschichte durch die ganzen Nebencharakter-Passagen nur noch sehr langsam dahin. 

Cole zum Beispiel erzählt die Geschichte seines Lebens, was natürlich sehr von der Werwolf Thematik abweicht. Das heißt nicht, das es nicht interessant ist, über ihn zu lesen, sondern dass er die Erzählzeit des Hauptgeschehens unterbricht.



Der Schreibstil ist wie in Buch eins wieder sehr fließend und schön. Stilistisch kann man Maggie Stiefvater wirklich nur loben, die Geschichte allerdings hatte für mich einige Schwächen, die der Folgeband und Abschluss der Triologie hoffentlich wieder ausgleichen kann.


Fazit:
Durch neue Erzählstränge und ganz eigene Geschichten-in-der-Geschichte ist Ruht das Licht zwar ein interessantes Buch, weicht aber vom Hauptkern ab. Sam und Grace rücken in der Hintergrund, die Nebencharaktere treten ins Rampenlicht. Liebhaber des ersten Teils werden diesen aber trotzdem verschlingen. Von mir gibts dank einiger schwächen nur 3 Punkte, dem Folgeband gebe ich trotzdem eine Chance!


Bewertung: 




Samstag, 7. April 2012

Rezension | Vergissdeinnicht


  • Seiten: 288
  • Autor: Cat Clarke
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785760612
  • Preis: Ca. 12,99€


Inhalt:
Ein weißer Raum. Und nichts darin als ein Tisch, Stapel von Papier und Stifte. Und Grace. Sie weiß nicht, wie sie in diesen Raum gekommen ist, sie weiß nicht, warum sie dort ist. Und wie sie jemals wieder aus dem endlose Weiß entfliehen kann. Um nicht verrückt zu werden, beginnt sie, ihre Gedanken niederzuschreiben. Ganz allmählich setzt sich dabei das Puzzle ihrer Vergangenheit zusammen - und Grace spürt: Um sich befreien zu können, muss sie die ganze Wahrheit über sich selbst herausfinden ... (Quelle)

Meinung: 
Vergissdeinnicht spricht mit seinem originellen Cover und dem geheimnissvollen Klappentext sicherlich zahlreiche Leser an. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, da es etwas sehr spezielles zu sein versprach. Ein Mädchen, welches in einem komplett weißen Raum erwacht und erst nach und nach erfährt, was es damit auf sich hat - klingt spannend! 
Grace ist gefangen. In ihrem Gefängniss gibt es keine Beschäftigung, nichts zu tun. Ein riesiger Stapel Papier und Stifte liegen mitten im Raum. Sie ist also mehr oder weniger dazu gezwungen, die leeren Seiten zu füllen. Sie füllt diese mit ihrem Leben. Dieses war bisher nicht einfach- das Leben einer Aussenseiterin. Grace entfloh aus ihrer problematischen Realität immer öfter mit einer Rasierklinge und vertröstete sich in den Armen fremder Männer. Sie ist meistens auf sich allein gestellt und muss sich wie eine Erwachsene versorgen, obwohl sie eigentlich noch eine Jugendliche ist. 
Langsam setzt sich das Puzzle zusammen und sie fühlt, dass sie etwas auf der Spur ist... der Wahrheit vielleicht?
Mehr kann ich nicht verraten, ohne der Story ihren Pepp zu nehmen. Sehr auffällig ist die sehr jugendliche Sprache des Buches. Grace erzählt das Buch in einer Art Tagebuch, was diesen Stil zwar rechtfertigt, ihn aber nicht weniger gewöhnungsbedürftig macht. Am Anfang der Geschichte hatte ich Schwierigkeiten, ins Geschehen hinein zu kommen. Grace wollte nicht so ganz zum Leben erwachen. 100 Seiten später aber wurde das Buch spannender, die Charaktere lebendiger und die Handlung fesselnder. 
Oftmals konfrontiert vergissdeinnicht den Leser mittraurigen und deprimierenden Stellen. Das Mitgefühl für Grace wird allerdings abgeschwächt durch ihre Charakterzüge. Sie steckt Menschen gerne in Schubladen, verhält sich egoistisch und naiv. Die Autorin hat hier eine sehr menschliche und junge Person geschaffen, der das Leben bislang wenig Gutes gebracht hat, und die vom Leben auch nichts Gutes mehr erwartet. 
Die wichtigen Nebencharaktere sind ausschlaggebend für Gracies jetzige Situation und werden von ihr sehr lebhaft beschrieben. Das Buch kommt mit wenigen Charakteren aus, was ich sehr positiv empfunden habe. Sal, Nat und Graces Mutter sind so unperfekt und menschlich, dass man sich schnella n sie gewöhnt. Die Geschichte kommt ohne unnötige Romantik aus, sondern erzählt knallhart vom echten Leben. Trotz des kleinen Fantasyfaktors hätte diese Geschichte jederzeit irgendwo auf dieser geschehen können. 
Das Buch ist in einem Band abgeschlossen.


Fazit:
Cover und Klappentext lenken hier in eine ganz andere Richtung, als das Buch dann tatsächlich einschlägt. Wer sich für die Psyche Jugendlicher interessiert oder ein Buch sucht, welches eine schwirige Thematik im Jugendbuchformat präsentiert ist mit vergissdeinnicht gut beraten. Die starke Jugendsprache und die recht lineare Handlung sorgen für Abzug. Dennoch kommt Spannung auf und das Ende des Buches ist sehr interessant. Insgesamt regt das Buch zum Nachdenken an und unterhält den Leser eher durchschnittlich, bringt stellenweise aber gute Einfälle vor, die es auf jeden Fall lesenswert machen.
    
 
Bewertung:


Sonntag, 26. Februar 2012

Rezension | Ice Hüterin des Nordens

  • Seiten:307
  • Autor: Sarah Beth Durst
  • Verlag: Lxy
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3802586026
  • Preis: Ca. 12,99€
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Inhalt:
Die junge Cassie lebt mit ihrem Vater auf einer Forschungsstation in der Arktis. Ihre Mutter ist angeblich bei ihrer Geburt gestorben, doch Cassie wächst mit rätselhaften Geschichten über ihren Tod auf. Kurz vor Cassies achtzehntem Geburtstag kommt es zu einer merkwürdigen Begebenheit: Cassie trifft auf einen Eisbären, der zu ihr spricht und ihr berichtet, dass die alten Legenden wahr sind. Ihre Mutter ist noch am Leben und wird in der Festung der Trolle gefangen gehalten. Doch um sie zu befreien, muss Cassie den Eisbären heiraten, der sich des Nachts in einen Menschen verwandelt. Zwischen Cassie und dem magischen Wesen entwickelt sich eine zarte Liebe, die jedoch von einem geheimnisvollen Fluch bedroht wird ...  ...(Quelle)

Meinung: 
Nach Beendigung dieses Buches bleibt erstmal zu sagen, dass ich die Märchenwelt nur ungerne verlassen habe. Obwohl das Buch am Anfang in eine ganz andere Richtung führt und dann eine seltsame Wende nimmt, fühlt man sich als Leser nach und nach ein und findet sich mit dem unglaublichen ab. Schnell kommt das Gefühl auf, man habe es mit einem Märchen zu tun- und das stimmt auch! Sarah Beth Durst hat hier erfolgreich ein altes Inuit Mrchen aufgegriffen und in eine moderne Story gepackt. Als Leser sollte man sich also auf eine gehörige Portion (high) Fantasy einstellen.


Wie es bei Märchen nunmal der Fall ist, ist die Liebesgeschichte eher oberflächlich und unrealistisch. Kaum nachzuvollziehen und recht plötzlich.
Spannung kommt auf, als Cassie dann um ihre Liebe kämpfen muss und sich alleine dem Bösen (schließlich gibt es in jedem Märchen einen Bösen Buben, hier sind das die Trolle) stellen muss. Schade ist, dass die Fantasiegestalten, mit denen Cassie es zu tun bekommt eher schlecht als Recht beschrieben werden und dann als gegeben akzeptiert werden. Hier hätten einige Seiten mehr viel bewirken können, da die Trolle sehr seltsam in die ganze Geschichte eingestrickt sind.


Gegen Ende hat man sich aber auch daran gewöhnt und fiebert wirklich mit. Für den ein oder Anderen sind die genannten Mängel aber tatsächlich ein Grund, sich den Kauf lieber nochmal zu überlegen.
Stil&Sprache
Die Autorin versucht sich an einer bildgewaltigen und zauberhaften Sprache, was auch an vielen Stellen passend und solide ist. Leider fehlt aber genau diese an manchen Stellen. Zum Beispiel, als die Trolle etc beschrieben werden. Im ersten Teil des Buches hingegen ist die Sprache wirklich schön eingesetzt und das Lesen fällt unheimlich leicht. Gegen später bekommt der Leser das Gefühl, dass die Autorun für high fantasy nicht ganz den richtigen Schreibstil gewählt hat.
Charaktere
Cassie ist ein sehr besondere Mädchen. Sie ist abseits der typischen Teeniewelt aufgewachsen und musste sich unter harten Bedingungen mit der eisigen Welt der Arktis und dem nüchternen Leben in der Forschungsstation ihres Vaters zurechtfinden. Neugierde und Offenheit haben sie schon früh zu einem aufgeweckten und schlauen Menschen geformt. Die Art, wie sie auf das Mysterium, welches sich vor ihr auftut reagiert, ist nachvollziehbar und sympathisch. 
Auch Bär ist ein Charakter, den man einfach mögen muss. Er versteht nicht viel von der menschlichen Denkweise und hat zwischen Tier, Mensch und Mythengestalt seine ganz einzigartigen Eigenschaften entwickelt. Seine Art ist sanft und ruhig, wie man es von einem Eisbären auch erwarten würde. Er ist stets liebenswert und um andere besorgt. Es macht einfach Spaß zu lesen, wie Cassie ihn verändert und umgekehrt. Als dann noch eine zarte Liebe beginnt, blättern sich die Seiten fast wie von selbst um.
Natürlich gibt es noch mehr Charaktere, die aber zugegebenermasen sehr kurz kommen und nur oberflächlich beschrieben werden. Hier wäre etwas mehr Tiefe schön gewesen.


Fazit:
Ice - Hüterin des Nordens lässt fast schon historisches Narnia Feeling aufkommen. Eine Welt, in der fast alles möglich ist, eine neue Sicht auf unsere Welt. Märchenfans jedes Alters werden sich gerne in die eisige Welt dieses Lyx Romanes begeben. Cassie ist eine zauberhafte Hauptfigur, die man nur zu gerne durch dick und dünn begleitet. Wer hier einen typischen Roman a la Romantasy nur mit Schnee erwartet, sollte sich nochmals überlegen ob er mit dem starken Märchengehalt klarkommt.
    
 
Bewertung:


 

Dienstag, 22. November 2011

Rezension | In Liebe, Brooklyn


  • Seiten:429
  • Autor: Lisa Schroeder
  • Verlag: Loewe Verlag (2. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785570570
  • Preis: Ca. 13,95€


Inhalt:
Lieber Lucca,
ich vermisse dich.
Ich vermisse deine Augen und
die Liebe darin.
Ich vermisse deine Arme um mich.
Ich vermisse, wie geborgen
ich mich gefühlt habe bei dir.
Ich vermisse dich, Lucca.
Ich werde dich vermissen,
mein Leben lang.
In Liebe,
Brooklyn ..(Quelle)

Meinung: 
In Liebe Brooklyn ist anders. Außen und Innen.
Äußerlich hebt es sich aufgrund des kleinen, mini-Handtaschenfreundlichen Formates und natürlich der in Gedichtform geschriebenen Texte ab. 
Es handelt sich zwar nicht um Gedichte im eigentlichen Sinne, 
trotzdem ist die Sprache angepasst.

Durch die Textform
wirddie Aussage

  n
t
  e
r
  s
t
  r
i
  c
h
  e
n.

So ist es nicht wichtig, ob die Seiten gefüllt sind oder nur ein Absatz darauf steht. Es kommt auf den wunderschönen Einsatz der Sprache an.
Textzeilen werden wiederholt, einzelne Wörter werden betont und so kann die Poesie doch nicht ganz abgesprochen werden - sie ist durchaus da. 

Die Handlung wechselt ständig zwischen Brooklyns und Nicos Gedankenwelt und ist eher langsam. Es passiert im ganzen Buch kaum etwas. Doch in den Charakteren geschieht sehr viel. Brooklyns Freund, Nicos Bruder ist tot. Der Leser kann haargenau miterleben, wie die Zwei langsam lernen, damit umzugehen, ihr Leben wieder selbst zu leben. Kaum ein Leser wird verhindern können, dass die Trauer der beiden ihn mitreisst und betrifft. 

Das Buch hat sehr viel ernst und versucht, etwas mitzuteilen. Trotz all dem fehlt die Tiefe. Oft wird wiederholt und die ewige Trauer und Langsamkeit schafft es nicht, den Leser zu fesseln. Die Story ist leider kaum vorhanden. Mit zwei, drei guten Einfällen, Ideen und vielleicht auch Charakteren mehr wäre aus dem Potential des Buches noch einiges rauszuholen gewesen. Die Geschichte greift einfach nicht und Spannung will an kaum einer Stelle aufkommen.

Sehr schön geeignet ist das Büchlein um in der Handtasche mitgenommen und ab und zu herausgeholt zu werden, um einige Seiten zu lesen. Auf einmal und von vorne bis hinten kann es eher schlecht gelesen werden, da die Aufmerksamkeit irgendwann einfach flöten geht. Zu viel Liebesschmerz ist eben auf Dauer nicht fesselnd.


Fazit:
In Liebe Brooklyn ist unweigerlich ein innovatives und attraktives Werk. Die Geschichte hat viel Schönes, bleibt aber leider zu schleppend. Die Idee ist toll, die Umsetzung hätte noch das gewisse Etwas gebraucht. Für kurze Zugfahrten oder traurige Momente ist es aber wirklich schön, wenn man es mal schnell aus der Tasche ziehen kann.
    

Bewertung:






Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Loewe-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.


Montag, 17. Oktober 2011

Rezension | Soul Screamers 1 - Mit ganzer Seele

  • Seiten: 304
  • Autor: Rachel Vincent
  • Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899419464
  • Preis: Ca. 9,99€


Inhalt:
Kaylee kann ihr Glück kaum fassen. Der schärfste Typ der Schule hat sie angesprochen! Nash hat die schönsten braunen Augen, die sie je gesehen hat. Als er sie auf die Tanzfläche zieht, glaubt Kaylee zu träumen. Aber das perfekte Date hat sie sich anders vorgestellt. Erst entdeckt sie ein Mädchen, das scheinbar von einem schwarzen Nebel umgeben ist. Dann wird Kaylee übel, und plötzlich lastet eine schreckliche Schwere auf ihr. Um nicht zu schreien, dass die Fensterscheiben zerspringen, rennt sie schweißgebadet raus. Wie peinlich! Nash muss sie jetzt für völlig verrückt halten. Doch seltsamerweise bleibt er ganz ruhig ... Am nächsten Tag erfahren sie, dass das Mädchen tatsächlich tot ist. Bald sterben weitere. Und Kaylee ist die Einzige, die weiß, wen es als Nächsten trifft ...(Quelle)

Meinung:
Auf Soul Screamers hatte ich mich schon gefreut, seit ich das tolle Cover in der Programmvorschau des Mira Verlages das erste Mal gesehen hatte.

Kaylee hatte schon immer seltsame "Anfälle", die sie zum lauten Schreien verleiten. So langsam zweifelt sie an ihrer mentalen Klarheit. Als plötzlich grundlos Mädchen sterben und sie dem gutaussehenden Nash näher kommt, ändert sich auf einmal alles.
Was es mit dem Schreienauf sich hat, könnt ihr euch vielleicht schon denken. Trotzdem werde ich es nicht erwähnen.

Der Schreibstil dieses Buches leitet den Leser flott und gekonnt durch die kurzweilige Geschichte. Der Ich-Erzähler spricht im Präteritum und ist durchweg glaubwürdig und liebeswert. Die Nebencharaktere sind leider sehr flach und farblos gestaltet. Nur Kaylee wird ganz durchleuchtet und zeigt uns ihren konstanten und starken Charakter.

Soul Screamers ist weder langweilig noch lahm. Immer geschieht etwas Spannendes. Leider wird die Spannung durch die Vorhersehbarkeit der Story stark beeinflusst.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein Leser dieses Buches, der nie ein ähnliches Buch zuvor gelesen hat, der Begeisterung verfällt. Mir fehlt hier leider das gewisse Etwas. Die Geschichte ist leider wie hundert andere, nur in grün (wenn ihr wisst, was ich meine). Ein paar tolle Ideen stecken aber darin und hätten, wären sie besser ausgebaut, meine Bewertung stark beeinflusst.

"Mit ganzer Seele" ist der erste Band einer Serie. Am Buchende ist eine kleine Leseprobe des zweiten Bandes. Zwar hat mich der erste Teil nicht ganz überzeugen können, dennoch möchte ich dem zweiten gerne eine Chance geben. Soul Screamers könnte noch richtig gut werden.

Fazit:
Soul Screamers ist leichte Kost. Ohne große Überraschungen oder Innovationen, aber durchaus mit einer soliden Grundstory und einer tollen Hauptakteurin. Mich hat das Buch unterhalten, aber nicht vollends gefesselt. Potential nach oben sehe ich im zweiten Band auf jeden Fall!

Bewertung: 



Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Mira Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Montag, 10. Oktober 2011

Rezension | Schwarze Stunde

  • Seiten: 336
  • Autor: Christine Fehér
  • Verlag: cbt (19. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570160815
  • Preis: Ca. 9,99€


Inhalt:
Ihre Liebe schmerzt – bis in den Tod

Zwölfte Klasse, Studienfahrt. Eine Schülerin fehlt, als alle am Frühstückstisch sitzen: die gerade 18 gewordene Valerie, der man nachsagt, zwischen ihr und dem Englisch-Referendar Corvin Schwarze sei was am Laufen. Da kommt die Polizei in den Raum: Valerie wurde schwer verletzt gefunden – jemand hat sie von einer Klippe gestürzt. Aber wer? War es ihr Ex-Freund Manuel, der nie über die Trennung hinwegkam? Ihre Freundin Alena, die ihr die Heimlichtuerei verübelt? Die Klassenlehrerin Frau Bollmann, die selbst in Corvin Schwarze verliebt war? Oder etwa Corvin selbst, der nicht akzeptieren wollte, dass Valerie Abstand von ihm suchte?(Quelle)

Meinung:
Das Buch "schwarze Stunde von Christine Feher ist mir im Zuge einer Leserunde in die Hände gefallen. Normalerweise mag ich Thriller ja so überhaupt nicht- dieser allerdings klang sehr vielversprechend. Das Cover erinnerte ein wenig an das von "Tote Mädchen lügen nicht", was mir sehr sehr gut gefallen hatte.

Die Geschichte beginnt langsam. Valerie trifft im Flugzeug auf ihren Seelenverwandten: Corvan. Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass er ihr neuer Lehrer sein wird. Schule, verbotene Liebe und sehr viel Musik. Das sind die Fäden, aus denen Schwarze Stunde gestrickt sind. Gegen später gesellen sich Mobbing, Hass, Freundschaft und Verzweiflung dazu. Wie könnte es anders sein? Die erste Hälfte des Buches liest sich flüssig und ist durchgehend spannend. Langsam spitzt sich die Situation zu und die schön gearbeiteten Charaktere wachsen dem Leser ans Herz.

Leider war das Ende nicht nach meinem Geschmack. Der grandiose Showdown, die große Auflösung bestand aus einer recht schwammigen Szene, die so garkeine Spannung bei mir aufkommen lies.

Sehr schön aber ist der Rahmen in den die Geschichte eingebettet ist: Anfang und Ende sind nahezu identisch. Erst auf den letzten Seiten versteht der Leser dann, was wirklich hinter dem Prolog gesteckt hat. Eine sehr schöne Idee.



Fazit:
Schwarze Stunde ist ein tolles Buch für Zwischendurch mit einem grandiosen Start und einem etwas unbefriedigenden Ende. Das Lesen hat trotzdem Spaß gemacht und ich kann es für Fans leichter Jugendthriller nur empfehlen. Mir persönlich hat es nur teilweise richtig gut gefallen.


Bewertung: 



Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Samstag, 20. August 2011

Evernight 1 | Rezension

Daten:
  • Audio CD
  • Autor: Claudia Gray
  • Verlag: Edel Germany Gmbh / Hamburg
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0030U1Z7Y
  • Preis: Ca. 18,99€


Inhalt:
Der Auftakt zu einer wunderbar romantischen Vampir-Saga

An jedem Ort wäre Bianca lieber als an diesem: Das Evernight-Internat ist eine Eliteschule, und die anderen Schüler sind einfach zu perfekt – zu clever, zu schön, zu rücksichtslos. Als sie Lucas kennenlernt, ist sie davon überzeugt, er sei der einzige normale Mensch in ihrer Umgebung. Bianca merkt sofort, dass es eine besondere Verbindung zwischen ihr und Lucas gibt. Dabei verbirgt er ein Geheimnis, das nicht nur alles auf den Kopf stellt, woran sie glaubt – es könnte auch ihrer Familie und allen, die Bianca kennt, den Tod bringen. (Quelle) 

Hörbuch:
Nana Spier! NANA SPIER! Die deutsche Buffy Stimme. Diesmal gibt es nichts zu mäkeln, sondern begeistertes Lob. Nana Spier ist wohl meine Lieblingssynchronsprecherin. Ihre Stimme ist einfach bezaubernd und im Vergleich zur TV-Serien Synchronisation kann sie hier ihre beeindruckende Vielfalt beweisen.

Meinung:
Evernight wollte ich schon lange lesen. Ich konnte es aber nicht. Nach dem letzten Vampirroman musste einfach eine kleine Pause her. Diese ist jetzt zu ende und ich konnte mich frisch und erholt auf den Roman einlassen.

In vielen Rezensionen hatte ich von einem seltsamen Handlungverlauf gelesen. Jetzt weiss ich, was gemeint war und kann mich nicht 100% damit anfreunden. Allerdings gewöhnt man sich an die "Änderung" und kann dann flüssig weiterlesen.
Der Schreibstil ist mir sehr positiv aufgefallen. Subtiler Humor, Realitätsähe Gespräche und eine klare, einfache Sprache sorgen für ein angenehmes Lesegefühl.

Sehr schön fand ich vorallem die Stellen, in denen es um Kunst, Bücher oder Architektur geht. Man merkt, dass die Autorin ein Faible für die Kunst hat und spricht von dieser voller echter Zuneigung.

Die Charaktere werden schnell vertraut. Die Hauptperson Bianca ist ein wenig Schüchtern, was mir zur Abwechslung sehr gut gefallen hat. Schließlich gibt es nicht nur starke Powerfrauen auf dieser Welt. Auch Lucas ist ein runder Charakter, der sehr eigen und zum Glück nicht der typische Badboy ist.

Sehr schade ist, dass der Klimax sehr sehr kurz und nicht besonders spannend ist. Zwar fesselt die Geschichte und macht neugierig, ist aber auf der anderen Seite einfach kaum spannend. Das ist, wie ich finde, aber nicht schlimm und in einem ersten Band absolut legitim.

Schwächen
-Seltsame, viel zu plötzliche "Enthüllung" (Ihr werdet wissen, was ich meine...)

-Wiedermal das typische wir-dürfen-uns-nicht-lieben Geplänkel
-Stellenweise wird die Handlung so schnell Beschleunigt, dass der Leser/Hörer nicht nachkommt

Stärken
-Liebenswürdige (Neben-)Charaktere

-Wunderschöne, dichte Stimmung zu Beginn des Buches
Fazit:
Evernight 1 ist eine keineswegs schlechte, aber leider recht durchschnittliche Fantasystory ohne große Innovationen. Die Autorin konzentriert sich nicht ausschließlich auf das Übernatürliche, sondern kreiert auch mit viel Feingefühl eine reale Welt. Beschreibt Freundschafften, Familienbande und Verliebtheit. Auch wenn der Grundgedanke der Geschichte ein riesiges, altes Klischee ist, stört es nicht weiter. Die Sprache, die gut durchdachte Struktur und einige wenige neue Ideen für den alten Mythos machen das wieder wett. Der erste Band ist eine Einführung, eine Vorstellungsrunde die den Leser große Hoffnungen auf den zweiten Band macht. Zum Glück, liegt dieser schon bereit.


Bewertung:


Donnerstag, 21. Juli 2011

Rezension | Ausersehen




Daten:
  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Autor: P.C.Cast
  • Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag; Auflage: 1., Auflage (11. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899418557
  • Preis ca. 9,95 €  

 Inhaltsangabe:

Die neue Serie von Bestsellerautorin P.C. Cast entführt die Leser in die Welt von Partholon, das Land der Magie und Leidenschaft.Eben noch in der Highschool und plötzlich in einer Welt, in der Shannon wie eine Göttin behandelt wird
In Partholon halten sie alle für die Hohepriesterin der mächtigen Göttin Epona. Auch wenn Shannon Parker zunächst nicht begreift, wie sie in diese Welt geraten ist, versucht sie, es mit Humor zu nehmen. Bestimmt ist das alles nur ein Traum Aber nicht einmal im Traum würde sie sich vorschreiben lassen, wen sie heiraten soll! Auch wenn dieser ClanFintan ihr noch so tief in die Augen schaut und sie sich noch so stark zu ihm hingezogen fühlt Erst als Shannon von Visionen heimgesucht wird, beginnt sie zu begreifen, dass sie dazu auserwählt worden ist, Partholon zu retten. Sie muss die Menschen vor grausamen, vampirähnlichen Dämonen beschützen und das kann sie nur mit ClanFintans Hilfe. (Quelle: Amazon)


Rezension:

Shannon Parker, ihres Zeichens mehr als leidenschaftliche Englischlehrerin (was Frau Cast uns auch alle paar Buchseiten wieder und wieder sagt und anhand von Gedichten auch beweist), wird von ihrem Parallelwelt-selbst in deren magische Welt gezogen. Erinnert mich zunächst an den Manga Anatolia Story (kennt den Jemand? Der ist klasse!.) P.C. Casts Schreibstil soll wohl locker-flockig rüberkommen, wirkt ab und an aber eher gezwungen. Das Buch hat mir Zwischendrin ein paar Probleme bereitet und ich kam nur schleppend voran. Die Story strotzt zwar nur so vor super Ideen, allerdings kommen diese oftmals zu kurz zugunsten der Shannon/ClanFintan und Alianna/C-Irgendwas - Lovestory. Schade eigentlich, denn das Buch hat Potential. Mir fehlten ein Bisschen die Überraschungsmomente und die Spannung. Meine Rezi klingt bisher recht böse, aber ich möchte wirklich nicht sagen, dass Ausersehen schlecht ist. Ich bin nur nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Shannon ist durchaus sympathisch und ClanFintan ist ein Bild von einem Mann/Pferd und oftmals hat es mir auch viel Spaß gemacht, über sie alle zu lesen. Für ein paar Abende seichter Unterhaltung ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen!


Fazit:

Leider hat der erste Band mir nicht viel Lust auf den Zweiten gemacht. Schlecht war die Geschichte zwar nicht, allerdings stört der erzwungene Humor (obwohl er durchaus ab und zu für einen Lacher gut ist.) Wer eine Art House of Night für Erwachsene erwartet, wird nicht enttäuscht. Allerdings Hut ab vor der Idee, die Hauptcharakterin mit einem Zentauren zu verheiraten ;)


Bewertung:
 

Montag, 11. Juli 2011

(erste) Rezension | Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an die vorbei, sagen sie


Daten:
  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Autor: Lauren Oliver
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 3 (September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783551582317
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Preis ca. 19,90 €  

 Inhaltsangabe:

Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte ... (Quelle: Amazon)


Rezension:

Beim Lesen ging es mir zunächst darum, dass Sam stirbt. Klingt grausam, aber es ist nötig. Das erste Kapitel wirft uns in eine oberflächliche Highschoolwelt in der nichts zählt ausser der Anzahl deiner Rosen zum Valentienstag... Aber sobald man sich durch den Anfang gekämpft hat kommt der große Knall. Der Tod. Samantha begreift das zunächst noch garnicht, und so wird sie nur langsam sympathischer. Jetzt beginnt sie natürlich, in ihrem Leben aufzuräumen und sich ihre Charakterfehler einzugestehen und siehe da: plötzlich wird die Heldin einigermassen tiefgründig. Nebenher widmet sich die Autorin selbstverständlich dem Aufbau der Liebesgeschichte, die erst sich erst nach heißen Mathelehrern und beliebten Sixpackträgern dem Richtigen Sunnyboy zuwendet. Das Buch lässt sich flüssig lesen und brachte mich sogar ab und zu zum Schmunzeln. Der Erzählstil ist ein Wenig gewöhnungsbedürftig, hält den Leser aber trotzdem bei der Stange.


Fazit:

Man kann die Story nicht als schlecht beschreiben. Sie ist durchdacht und logisch aufgebaut. Die Charaktere sind schlüssig und auch einen gewissen Humor kann man nicht abstreiten. Dennoch fehlt mir das bestimmte Etwas, dass die Geschichte zu einem Knaller macht. Deshalb gibt es leider nur 3 von 5 Buchpflästerchen, die das Ganze als durchaus lesbar kennzeichnen. (Wer die Buchpflästerchen blöd findet möge jetzt sprechen oder für immer schweigen ;) dann überlege ich mir etwas Anderes)


Bewertung:

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