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Sonntag, 29. April 2012

Rezension | The Lying Game

  • Seiten: 320
  • Autor: Sara Shepard
  • Verlag: cbt
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570308006
  • Preis: Ca. 8,99€


Inhalt:
Ein Zwilling verschwindet – ein tödliches Spiel beginnt ...

Kurz vor ihrem 18. Geburtstag macht Emma via Facebook eine überraschende Entdeckung: Sie hat eine eineiige Zwillingsschwester! Doch noch bevor sie Sutton treffen kann, erhält sie die mysteriöse Nachricht, dass ihre Schwester tot ist – und sie ihre Rolle übernehmen soll. Der Beginn eines gefährlichen Lügen-Spiels: Aus Emma wird Sutton, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Dabei übernimmt sie nicht nur Suttons Leben als makelloses Upperclass- Girl, die teuflischen Glamour-Freundinnen und Boyfriend Garret – sondern gerät auch in tödliche Gefahr. Denn nur der Mörder weiß, dass Emma nicht Sutton ist ...(Quelle)

Meinung:
Emma und Sutton sind Zwillinge. Leider wussten sie davon den größten Teil ihres Lebens nichts. Doch dank Facebook findet Emma Suttons Profil und ist entsetzt darüber, ihr eigenes Gesicht in einem ganz anderen Leben zu sehen. Die Umstände ergeben, dass Emma nach Tucson fährt, um Sutton zu besuchen. Da Beginnt der Schrecken: Emma wird bedroht und erfährt, dass Sutton angeblich tot sein soll. Wiederwillig übernimmt sie deren Rolle und wird immer tiefer in den Strudel aus Mädchenstreichen und tödlichem Ernst gezogen. 


Sara Shepard war mir von der Pretty Little Liars Serie ein Begriff. Die Bücher stehen auch noch auf meinem Wunschzettel, aber nun hat mich zuerst ihr neuester Streich, The Lying Game, erreicht und schon nach den ersten 3 Seiten war ans Aufhören nicht mehr zu denken. Frau Shepard gelingt es unheimlich schnell, den Leser an ihre Charaktere zu binden und mit ihrem eingängigen Schreibstil eine Welt zu weben. 


Wer dachte, die doppeltes-Lottchen Thematik sei ausgelutscht, hat diese moderne Interpretation noch nicht gelesen. Sehr realistisch und perfekt in unsere Welt eingebunden spinnt sich Emmas Geschichte immer dichter. Emma ist ein ehrlicher Mensch, dem schon viel Böses im Leben wiederfahren ist. Sie weiss, wann sie den Mund halten muss und wie sie mit Menschen aller Art umgehen muss. Kleine Eigenarten, wie ihre Gewohnheit, aus Essen Gesichter zu bauen, lassen sie sehr sympathisch erscheinen. 


Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht der toten Sutton und der lebendigen Emma geschrieben, was erstaunlich gut funktioniert. Die Übergänge zwischen Suttons und Emmas Gedanken ist fließend und trotzdem immer sofort erkennbar. Die Kapitel sind angenehm kurz und enden meist mit einem Cliffhanger, so dass sich das Buch leicht in einem Rutsch durchlesen lässt.


Einziger Wehmutstropfen: Am Buchende bleibt das starke Verlangen, sofort zu Band zwei zu greifen, welcher aber leider noch etwas auf sich warten lässt. Als kleiner Trost kann ich euch sehr die von ABCFamily verfilmte Serie "The Lying Game" ans Herz legen, die es bisher aber leider nur auf englisch gibt!



Fazit:
Krimifans und Zuschauer/Leser von Pretty little liars sollten hier keine Sekunde zögern: The lying Game bietet genau das, was ihr an Sara Shepard bisher auch schon so geliebt habt: Eine spannende Story in wundervoller Sprache, dazu Gänsehaut und durchlesene Nächte. Ganz klar ein Buch, welches die volle Puntzahl verdient!


Bewertung: 




Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Montag, 23. Januar 2012

Rezension | Saeculum




  • Seiten: 496
  • Autor: Ursula Poznanski
  • Verlag: Loewe Verlag (2. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785570287
  • Preis: Ca. 14,95€


Inhalt:
Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald? ..(Quelle)

Meinung: 
 
Normalerweise mache ich einen großen Bogen um alle Thriller. Saeculum aber hatte drei schlagende Argumente: Das Cover (natürlich auch die geniale schwarze Schnittkante), den Klappentext und die vielen begeisterten Leserstimmen. Grund genug, Ursula Poznanski eine Chance zu geben.

Als Bastians neue fast-Freundin Sandra ihn auf eine Mittelalter Convention (Das ist übrigens eine Art Live-Rollenspiel) mitschleppen möchte, ist dieser alles Andere als abgeneigt. Endlich die Chance auf eine Auszeit aus dem harten Medizinstudium. Blöd nur, dass ganz schnell alles aus dem Ruder läuft. Ab hier wird das Geschehen mit jeder Seite spannender. Wichtig ist bei dieser Art von Buch, dass man nicht zu viel Vorwissen hat, weshalb ich an dieser Stelle nicht weiter auf den Inhalt eingehen möchte.

Nach Erebos musste ich natürlich Großes erwarten und wurde nicht enttäuscht. Saeculum steht seinem Vorgänger in Nichts nach.

Stil&Sprache
Mit bildgewaltigen Worten beschwört Frau Poznanski den Wald, in dem das Rollenspiel stattfindet, vor uns herauf. Die Vögel zwitschern, die Erde duftet und das Moos macht kaum Geräusche unter unseren Füßen. Das Lesen fällt unheimlich leicht und zieht den Leser von der ersten Seite an in die Welt des Buches. Auch wenn kleine Teile der "Auflösung" ein wenig vorhersehbar sind, bleibt Saeculum durchgehend hochspannend.

Charaktere
Zunächst wartet eine wahre Charakterflut auf den Leser. Die ganzen Rollenspieler wollen erstmal kennengelernt und unterschieden werden. Am Anfang tat ich mich da noch etwas schwer, war nach ca. 200 Seiten aber mit den wichtigsten Charakteren vertraut. Diese sind alle mit ihren kleinen Eigenarten sehr echt und zum größten Teil liebenswert. Der Leser versucht natürlich stetig, die Geheimnisse der Mitspieler zu erraten und ihren Beweggründen auf die Schliche zu kommen. Am Ende zeichnen die Nebencharaktere dann ein rundes Bild, und der Leser vermisst den ein oder anderen Lieblingschara durchaus nach Beendigung des Buches.

Die Hauptcharaktere, Bastian und Iris, wickeln den Leser schnell um den Finger. Der etwas unbeholfene aber sehr schlaue Bastian versucht immer, anderen zu helfen, kann aber auch mit überraschenden Tiefen aufwarten. Genauso die verschlossene und mysteriöse Iris, die sich nur nach und nach öffnet.



Fazit:
Man muss kein Mittelalterfan sein, um an Saeculum großen Spaß zu haben. Der spannende Thriller verunsichert den Leser mit einem Mix aus Aberglauben und/oder grausamen Psychospiel. Dazu kommt der wunderschöne Schreibstil Ursula Poznanski, der Saeculum so wunderbar real werden lässt.
    
 
Bewertung:








Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Loewe-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
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