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Sonntag, 29. April 2012

Rezension | The Lying Game

  • Seiten: 320
  • Autor: Sara Shepard
  • Verlag: cbt
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570308006
  • Preis: Ca. 8,99€


Inhalt:
Ein Zwilling verschwindet – ein tödliches Spiel beginnt ...

Kurz vor ihrem 18. Geburtstag macht Emma via Facebook eine überraschende Entdeckung: Sie hat eine eineiige Zwillingsschwester! Doch noch bevor sie Sutton treffen kann, erhält sie die mysteriöse Nachricht, dass ihre Schwester tot ist – und sie ihre Rolle übernehmen soll. Der Beginn eines gefährlichen Lügen-Spiels: Aus Emma wird Sutton, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Dabei übernimmt sie nicht nur Suttons Leben als makelloses Upperclass- Girl, die teuflischen Glamour-Freundinnen und Boyfriend Garret – sondern gerät auch in tödliche Gefahr. Denn nur der Mörder weiß, dass Emma nicht Sutton ist ...(Quelle)

Meinung:
Emma und Sutton sind Zwillinge. Leider wussten sie davon den größten Teil ihres Lebens nichts. Doch dank Facebook findet Emma Suttons Profil und ist entsetzt darüber, ihr eigenes Gesicht in einem ganz anderen Leben zu sehen. Die Umstände ergeben, dass Emma nach Tucson fährt, um Sutton zu besuchen. Da Beginnt der Schrecken: Emma wird bedroht und erfährt, dass Sutton angeblich tot sein soll. Wiederwillig übernimmt sie deren Rolle und wird immer tiefer in den Strudel aus Mädchenstreichen und tödlichem Ernst gezogen. 


Sara Shepard war mir von der Pretty Little Liars Serie ein Begriff. Die Bücher stehen auch noch auf meinem Wunschzettel, aber nun hat mich zuerst ihr neuester Streich, The Lying Game, erreicht und schon nach den ersten 3 Seiten war ans Aufhören nicht mehr zu denken. Frau Shepard gelingt es unheimlich schnell, den Leser an ihre Charaktere zu binden und mit ihrem eingängigen Schreibstil eine Welt zu weben. 


Wer dachte, die doppeltes-Lottchen Thematik sei ausgelutscht, hat diese moderne Interpretation noch nicht gelesen. Sehr realistisch und perfekt in unsere Welt eingebunden spinnt sich Emmas Geschichte immer dichter. Emma ist ein ehrlicher Mensch, dem schon viel Böses im Leben wiederfahren ist. Sie weiss, wann sie den Mund halten muss und wie sie mit Menschen aller Art umgehen muss. Kleine Eigenarten, wie ihre Gewohnheit, aus Essen Gesichter zu bauen, lassen sie sehr sympathisch erscheinen. 


Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht der toten Sutton und der lebendigen Emma geschrieben, was erstaunlich gut funktioniert. Die Übergänge zwischen Suttons und Emmas Gedanken ist fließend und trotzdem immer sofort erkennbar. Die Kapitel sind angenehm kurz und enden meist mit einem Cliffhanger, so dass sich das Buch leicht in einem Rutsch durchlesen lässt.


Einziger Wehmutstropfen: Am Buchende bleibt das starke Verlangen, sofort zu Band zwei zu greifen, welcher aber leider noch etwas auf sich warten lässt. Als kleiner Trost kann ich euch sehr die von ABCFamily verfilmte Serie "The Lying Game" ans Herz legen, die es bisher aber leider nur auf englisch gibt!



Fazit:
Krimifans und Zuschauer/Leser von Pretty little liars sollten hier keine Sekunde zögern: The lying Game bietet genau das, was ihr an Sara Shepard bisher auch schon so geliebt habt: Eine spannende Story in wundervoller Sprache, dazu Gänsehaut und durchlesene Nächte. Ganz klar ein Buch, welches die volle Puntzahl verdient!


Bewertung: 




Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Mittwoch, 18. April 2012

Rezension | Nach dem Sommer

  • Seiten: 423
  • Autor: Maggie Stiefvater
  • Verlag: Skript5
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839001080
  • Preis: Ca. 18,90€


Inhalt:
Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied. (Quelle)

Meinung:
Bevor man mit diesem Buch beginnt, sollte man alle Gedanken an Twilight verbannen. Es ist wirklich etwas Anderes und nach Vergleichen zu suchen verdirbt nur das Lesevergnügen - deshalb präsentiere ich hier hier nun meinen Vorurteilsfreien Bericht:


Grace interessiert sich schon seit sie klein war kann für die Wölfe in Mercy Falls. Diese scheinen eine ganz besondere Verbindung zu ihr zu haben. 
Sam, einer der Wölfe, beobachtet Grace schon lange und fühlt sich zu ihr hingezogen. Das Unvermeidliche geschieht: Die zwei verlieben sich und eine wundervolle Liebe im Kampf gegen die Zeit beginnt, denn bald könnte Sam sich für immer in einen Wolf verwandeln.


Die Geschichte wird schnell erlebbar durch Maggie Stiefvaters oft gelobten Schreibstil. Sie weiss den Leser immer leicht bei der Stange zu halten, ob die Handlung gerade eher ruhig oder actionreich ist. Größtenteils ist diese übrigens ruhig und schlängelt sich Tag für Tag um Grace und Sam. Trotz einiger Nebencharaktere (die im größten Teil des Buches eher in Erinnerungen ihren Auftritt haben) hatte ich das ganze Buch über das Gefühl, immer nur von Grace und Sam zu lesen. Nebenhandlungen und Zwischentöne fehlten mir, obwohl die "Hauptgeschichte", die ja nur aus Hauptgeschichte besteht, eine richtig schöne ist. 


Wem sich bei Romantik und Schnulzen die Haare sträuben, sollte gewarnt werden: Die Liebesgeschichte wird hier sehr sehr groß geschrieben und selbst die interessante Werwolfthematik kann das nicht ausgleichen. 


Grace und Sam sind mit ihren ausergewöhnlichen Charakteren so genau gezeichnet wie ich es noch selten gelesen habe. Darunter müssen leider die Nebencharaktere etwas leiden, wenn sie denn mal überhaupt im Buch vorkommen. Aber da es sich um eine Triologie handelt, wird sich das bestimmt noch ändern. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den Folgeband "Ruht das Licht!"


Fazit:
Nach dem Sommer ist ein Fantasyroman mit einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte und einem starken Schreibstil. Spannung kommt zwar nur unterschwellig auf, dennoch liest sich das Buch schnell und fesselt. Ich verleihe Nach dem Sommer eine Empfehlung als "wundervolle Lektüre für Zwischendurch"


Bewertung: 





Samstag, 7. April 2012

Rezension | Vergissdeinnicht


  • Seiten: 288
  • Autor: Cat Clarke
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785760612
  • Preis: Ca. 12,99€


Inhalt:
Ein weißer Raum. Und nichts darin als ein Tisch, Stapel von Papier und Stifte. Und Grace. Sie weiß nicht, wie sie in diesen Raum gekommen ist, sie weiß nicht, warum sie dort ist. Und wie sie jemals wieder aus dem endlose Weiß entfliehen kann. Um nicht verrückt zu werden, beginnt sie, ihre Gedanken niederzuschreiben. Ganz allmählich setzt sich dabei das Puzzle ihrer Vergangenheit zusammen - und Grace spürt: Um sich befreien zu können, muss sie die ganze Wahrheit über sich selbst herausfinden ... (Quelle)

Meinung: 
Vergissdeinnicht spricht mit seinem originellen Cover und dem geheimnissvollen Klappentext sicherlich zahlreiche Leser an. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, da es etwas sehr spezielles zu sein versprach. Ein Mädchen, welches in einem komplett weißen Raum erwacht und erst nach und nach erfährt, was es damit auf sich hat - klingt spannend! 
Grace ist gefangen. In ihrem Gefängniss gibt es keine Beschäftigung, nichts zu tun. Ein riesiger Stapel Papier und Stifte liegen mitten im Raum. Sie ist also mehr oder weniger dazu gezwungen, die leeren Seiten zu füllen. Sie füllt diese mit ihrem Leben. Dieses war bisher nicht einfach- das Leben einer Aussenseiterin. Grace entfloh aus ihrer problematischen Realität immer öfter mit einer Rasierklinge und vertröstete sich in den Armen fremder Männer. Sie ist meistens auf sich allein gestellt und muss sich wie eine Erwachsene versorgen, obwohl sie eigentlich noch eine Jugendliche ist. 
Langsam setzt sich das Puzzle zusammen und sie fühlt, dass sie etwas auf der Spur ist... der Wahrheit vielleicht?
Mehr kann ich nicht verraten, ohne der Story ihren Pepp zu nehmen. Sehr auffällig ist die sehr jugendliche Sprache des Buches. Grace erzählt das Buch in einer Art Tagebuch, was diesen Stil zwar rechtfertigt, ihn aber nicht weniger gewöhnungsbedürftig macht. Am Anfang der Geschichte hatte ich Schwierigkeiten, ins Geschehen hinein zu kommen. Grace wollte nicht so ganz zum Leben erwachen. 100 Seiten später aber wurde das Buch spannender, die Charaktere lebendiger und die Handlung fesselnder. 
Oftmals konfrontiert vergissdeinnicht den Leser mittraurigen und deprimierenden Stellen. Das Mitgefühl für Grace wird allerdings abgeschwächt durch ihre Charakterzüge. Sie steckt Menschen gerne in Schubladen, verhält sich egoistisch und naiv. Die Autorin hat hier eine sehr menschliche und junge Person geschaffen, der das Leben bislang wenig Gutes gebracht hat, und die vom Leben auch nichts Gutes mehr erwartet. 
Die wichtigen Nebencharaktere sind ausschlaggebend für Gracies jetzige Situation und werden von ihr sehr lebhaft beschrieben. Das Buch kommt mit wenigen Charakteren aus, was ich sehr positiv empfunden habe. Sal, Nat und Graces Mutter sind so unperfekt und menschlich, dass man sich schnella n sie gewöhnt. Die Geschichte kommt ohne unnötige Romantik aus, sondern erzählt knallhart vom echten Leben. Trotz des kleinen Fantasyfaktors hätte diese Geschichte jederzeit irgendwo auf dieser geschehen können. 
Das Buch ist in einem Band abgeschlossen.


Fazit:
Cover und Klappentext lenken hier in eine ganz andere Richtung, als das Buch dann tatsächlich einschlägt. Wer sich für die Psyche Jugendlicher interessiert oder ein Buch sucht, welches eine schwirige Thematik im Jugendbuchformat präsentiert ist mit vergissdeinnicht gut beraten. Die starke Jugendsprache und die recht lineare Handlung sorgen für Abzug. Dennoch kommt Spannung auf und das Ende des Buches ist sehr interessant. Insgesamt regt das Buch zum Nachdenken an und unterhält den Leser eher durchschnittlich, bringt stellenweise aber gute Einfälle vor, die es auf jeden Fall lesenswert machen.
    
 
Bewertung:


Montag, 13. Februar 2012

Die Akademie der Abenteurer | Rezension

  • Seiten:284
  • Autor: Boris Pfeiffer
  • Verlag:  Bibliographisches Institut, Mannheim; Auflage: 1., Auflage (15. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3411071044
  • Preis: Ca. 14,95€


Inhalt:
Als Rufus die Eingangshalle der Akademie betritt, beginnt für ihn ein aufregendes Abenteuer! Das altehrwürdige Gebäude ist gefüllt mit den rätselhaftesten Fundstücken aus der Vergangenheit. Was hatte es mit diesen Scherben, Fetzen und Bruchstücken auf sich? Und warum wurden hier an der Akademie neben "Ausgestorbene Sprachen" und "Antike Schwertkunde" auch seltsam klingende Fächer wie "Gesetzmäßigkeiten der Fluten" oder "Seltene Anschwemmungsartefakte" unterrichtet? Artefakte - was sollte das überhaupt sein? Rufus, Fili und No sind dem Geheimnis auf der Spur - und schon bald durchströmen längst vergessene Szenen aus der Zeit der Pharaonen die Akademie...(Quelle)

Meinung: 

Hinter diesem recht unscheinbaren Cover, das an zahlreiche Ausgaben alter Thomas Brezina Bücher erinnert, steckt eine Geschichte, die mich umgehauen hat. Schon jetzt gehört Die Akademie der Abenteurer zu meinen Highlights 2012.


Rufus staunt nicht schlecht, als er erfährt, was in seiner neuen Schule wirklich vorgeht. Hier wird Geschichte hautnah erlebbar. Trotzdem stecken so viele Geheimnisse hinter der Akademie der Abenteurer, dass die Buchreihe noch lange mysteriös und faszinierend bleiben wird. Zusammen mit seinen neuen Freunden Fili und No stürzt er von einem Abenteuer ins nächste.

Stil&Sprache
Die Sprache ist denkbar einfach. Auch etwas wissenschaftlichere Themen werden so leicht erklärt, wie manch einer sich das in seinen Schulbüchern gewünscht hätte. Der allwissende Erzähler berichtet aus der Sicht der drei Jugendlichen, vor allem aus Rufus Sicht. Mit ihm zusammen entdeckt der Leser die Akademie und deren Eigenarten.

Die Akademie der Abenteurer ist ein Jugendbuch und wartet dementsprechend mit einer entsprechend leicht verständlichen, jugendgerechten Sürache auf. Hier finde ich sehr schön, dass auf Kraftausdrücke und zu harten Jugendslang verzichtet wurde, da dieser erfahrungsgemäß die schönste Geschichte zerstören kann.

Charaktere
Rufus ist ein eher ruhiger, besonnener Junge, der unkompliziert und wissbegierig ist. Er betrachtet die Dinge sehr genau und zieht daraus seine Schlüsse. Sehr schön wirkt sich das in der Beziehung zu seiner Mutter aus, die er sehr neutral beobachtet und ihre wachsende Geldgier und Veränderung bemerkt. Trotzdem liebt er seine Mum und sucht nach einem Ausweg. Die Akademie kommt da natürlich gerade recht.
Fili ist die Superschlaue in der Runde und verbirgt so manch ein Geheimnis. No hingegen ist der verrückte Erfinder, der sich öfters mal Ärger einhandelt.
Auch die Nebencharaktere haben Potential, in weiteren Bänden zu glaubwürdigen, einzigartigen Charakteren zu werden.
---
Bisher ist schon die Stunde des Raben, Band 2 erschienen und noch viele weitere werden folgen. Top.

Fazit:
Wer sich für alte Geschichte interessiert und auch, wer sich NICHT für Geschichte interessiert, wird viel Spaß an diesem Buch haben und es in kürzester Zeit verschlingen. Das Buch erfüllt seinen Anspruch absolut und bietet auch älteren Lesern so einiges. Band zwei wird hoffentlich auch ganz schnella uf Eure Wunschlisten Wandern und euch zahlreiche historische Fluten bescheren.
    
 
Bewertung:

Dienstag, 10. Januar 2012

Rezension | Whisper Island

  • Seiten: 448
  • Autor: Elizabeth George
  • Verlag: INK; Auflage: 1 (4. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3863960017
  • Preis: Ca. 19,99€


Inhalt:
Becca King hat eine Gabe, die gleichzeitig ein Fluch ist. Sie kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Rauschen, dem sie nicht entrinnen kann. Jetzt ist Becca auf der Flucht, weil ihr Stiefvater ihre Fähigkeiten skrupellos ausnutzen wollte. Sie hat eine neue Haarfarbe und eine neue Identität. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel hofft Becca, Unterschlupf bei einer Freundin ihrer Mutter zu finden. Doch als sie dort ankommt, erfährt sie, dass die Freundin drei Wochen zuvor gestorben ist. Verzweifelt versucht Becca, ihre Mutter zu erreichen ohne Erfolg: Das Handy ist tot ..(Quelle)

Meinung: 
Nach Sookie Stackhouse und Edward Cullen ist Becca King nun die dritte Gedankenleserin, die mir bisher literarisch untergekommen ist. 
Auch Becca hat nichts als Probleme mit ihrer Gabe. Nur so erfährt sie von den bösen Plänen ihres Stiefvaters und muss von nun an auf der Flucht leben.
Nach einem kompletten Makeover (neue Haarfarbe, einige Pfund mehr, Brille,...) schickt Beccas Mutter sie an einen mysteriösen Ort : Whisper Island.

Nachdem ich Gedankenlesen und Insel gelesen hatte, erwartete ich sehr viel von Whisper Island. Tolle Landschaften und verzwickte Situationen, außerdem natürlich ständige Spannung dank ihrer Fluchtsituation.
Leider erwartet uns im Buch nur sehr wenig von alldem. Der Einstieg ist richtig toll und reisst den Leser mit - dann aber, nach den ersten 100 Seiten, verwandelt sich die spannende Handlung in zähen Kaugummi.
Beccas Erlebnisse auf der Insel hätten so viel sein können, bestehen aber im größten Teil des Buches nur aus langwierigen Gesprächen, einigen verwirrten Gefühlen und einem schleppendem Hauptstrang, der durch kleine Detektivspielchen und Perspektivenwechsel leider trotzdem nicht spannender wird.


Stil&Sprache
Die Sprache ist durchweg sehr klar und einfach, teilweise etwas umgangssprachlich, aber im großen und Ganzen sehr gut. Stellenweise wechseln plötzlich die perspektiven, so dass der Leser auch die Gedanken und Gefühle von Nebencharakteren kennenlernt und Dinge erfährt, von denen Becca (noch) keine Ahnung hat.


Charaktere
Schön ist, dass Becca ein sehr durchschnittliches Mädchen ist, mit dem man sich leicht identifizieren kann. Für die Flucht musste sie ihr Äußeres ändern und fühlt sich nun nicht mehr wohl in ihrer Haut. Sie ist eigentlich recht hübsch, verschleiert das aber mit ihrem neuen Aussehen. Es wäre schön gewesen, wenn die Autorin noch etwas stärker auf diese Thematik eingegangen wäre, da sie sehr interessant ist.
Der zweite Hauptcharakter, Derrik, bleibt das ganze Buch über sehr flach. Leider taucht er nicht oft auf und hinterlässt so nur einen recht schwammigen Eindruck.
Bei den Nebencharakteren, wie z.B. Seth, hat sich die Autorin große Mühe gegeben. Deren Charakter und Hintergrundgeschichte wird toll beschrieben und fliesst dann auch in die aktuelle Handlung ein.


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Auch Whisper Island ist eine Serie. Dem zweiten Band werde ich wahrscheinlich keine Chance mehr geben, nach dem der erste Teil einfach nicht so recht mit mir warm werden wollte. Bleibt nur übrig, auf gute Rezensionen zu Band 2 zu hoffen, damit Becca vielleicht doch noch eine zweite Chance bekommt.



Fazit:
Whisper Island kann bedenkenlos an Hardcore Gedankenles-Fans empfohlen werden. Allen Anderen muss ich leider eher abraten. Nach einem spannenden Einstieg dümpelt die Story seitenweise nur noch langwierig vor sich hin. Wer Action oder Handlung sucht, sollte sich anderswo umschauen. Der Schluss lässt ein wenig Hoffnung auf Besserung aufkeimen, lässt also einen kleinen Lichtblick auf Band 2 der Reihe.
    
 
Bewertung:


Sonntag, 1. Januar 2012

Rezension | Die Bestimmung


  • Seiten: 480
  • Autor: Veronica Roth
  • Verlag: cbt (19. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161315
  • Preis: Ca. 17,99€


Inhalt:
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…..(Quelle)

Meinung: 
In nicht allzu ferner Zukunft: Die Menschen haben sich selbst in 5 Fraktionen aufgeteilt, die jeweils verschiedene Eigenschaften darstellen. Am 16ten Geburtstag muss sich ein Mensch dann entscheiden, in welche Fraktion es gehört. Dabei hilft ein mysteriöser Eignungstest. Beatrice steht nun kurz vor dieser Entscheidung. Ihre Eltern sind Altruan, Selbstlose. Sie kennt nur ein Leben für die Gemeinschaft und den Zwang zur Nächstenliebe.
Sie bricht aus dieser Welt aus und wählt die Ferox - die Kämpferfraktion - und da beginnt ihr neues Leben...

Stil&Sprache
Schon die ersten Seiten reissen mit. Welches Ergebnis wartet auf Beatrice? Wie läuft der Eignungstest ab? Der Leser wird sofort neugierig und lässt sich dank der klaren Sprache der Autorin schnell auf die düstere Zukunftswelt ein. Welche Fraktionen gibt es? Welche steht für was? Die Spannung ist bei diesem Buch ein ständiger Begleiter. Auch die Initiation bei den Ferox lässt den Leser nicht in Ruhe, schließlich schwebt unsere Heldin in ständiger Gefahr.
Das ganze Buch über gibt es teilweise sehr grausame und brutale Szenen. Manchmal wagt man es garnicht, weiterzulesen oder braucht eine kurze Pause aufgrund der Brutalität. Lesern unter 16 Jahren und zarteren Gemütern würde ich dieses Buch deshalb nicht empfehlen... Allen andern aber sei gesagt: Die Bestimmung ist fantastisch und macht Spaß. Es lässt sich kaum aus der Hand legen und wartet ständig mit neuen tollen Ideen auf.


Charaktere
Beatrice durchlebt eine Wandlung. Zunächst weiss sie nicht so recht, wer sie eigentlich ist und was das Leben mit ihr vorhat. Im Verlauf der Handlung wird dies immer klarer. Zwar ist sie nicht die hübscheste, größte oder witzigste, aber sie hat einfach etwas. Beatrice ist ein sehr sympathischer Charakter, der oft ins Zweifeln gerät und immer auf der Suche nach dem Richtigen und der Wahrheit ist. Auch ist sie nicht immer stark und furchtlos - ein ganz normales Mädchen also.
Im Gegensatz zu ihr steht ihre selbstlose Altruan Familie, die aber auch so einige Geheimnisse verbirgt. 
Dann gibt es noch Beatrice' Ausbilder Four. Dieser scheint manchmal eiskalt und dann wieder sehr nett. Was will er wirklich? 
Veronica Roth gelingt es, die Charaktere als Produkt des Denkens ihrer Fraktionen zu formen und ihnen entsprechende Stärken und Schwächen zu geben, die an keiner Stelle unecht wirken. Die Nebenfiguren sind recht viele, aber der Leser lernt diese schnell kennen und mögen - oder auch hassen.


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Die Bestimmung ist nur der Auftakt einer Triologie. Ich freue mich schon jetzt wie verrückt auf Band zwei und hoffe, dass dieser genau so spannned wie der erste Teil sein wird. Nach -Die Auswahl- und den -Tributen von Panem- ist -Die Bestimmung- ganz sicher ein aufsteigender Stern am Jugendbuchhimmel.


Fazit:
Die Bestimmung ist endlich mal wieder ein Buch zum Nächte-durchlesen. Fans von die Auswahl sollten unbedingt zugreifen. Veronica Roth präsentiert uns eine Welt, in der alles vorherbestimmt ist, nur um aus ihr auszubrechen und uns zu zeigen, dass  kein Mensch in eine Schublade passt. Wunderschön.
    
 
Bewertung:








Ein ♥-liches Dankeschön geht an den cbt-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 13. November 2011

Rezension | Forgotten

  • Seiten:304
  • Autor: Cat Patrick
  • Verlag: Marion von Schröder (30. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3547711827
  • Preis: Ca. 16,99€


Inhalt:
London Lane kann sich an nichts aus der Vergangenheit erinnern. Die Zukunft hingegen kennt sie. Beim Aufwachen an jedem Morgen bleibt ihr nur ein Zettel mit ihren Notizen vom Vortag. An einem kalten Wintertag lernt London den geheimnisvollen Luke kennen. Aber begegnet sie ihm wirklich zum ersten Mal? Er ist ihr so seltsam vertraut und wird ihre große Liebe. Doch warum hat London plötzlich schreckliche Visionen von einer Beerdigung? Wird Luke sterben? .(Quelle)


Meinung: 
Am besten liest man sich den Klappentext hier garnicht erst durch. Wiedermal verrät dieser zu viel. Am besten, man weiss nur, dass es sich hier um ein Jugendbuch rund um ein Mädchen, London Lane, handelt, die in die zukunft erinnert, die Vergangenheit aber jeden Morgen um 4:33 vergisst. Reset. Neustart. 
Dass diese "Eigenart" zahlreiche Probleme mit sich bringt, ist klar.
London muss sich jeden Tag Notizen machen, um das Gestern mit dem Heute überein zu bringen. Das führt zu lustigen, traurigen und schwierigen Situationen, mit denen London gelernt hat, umzugehen.


Das Buch ist nicht dick und so kann man kaum erwarten, dass London große Entwicklungsschritte durchmacht. Dennoch ist ihr Charakter realistisch ausgearbeitet und ein Produkt ihrer Gedächtnisstörung, wie es logischer nicht sein könnte. Durchweg achtet die Autorin darauf, Logikfehler zu vermeiden und schafft somit Londons verdrehte Welt. Zuerst muss der Leser sich also ziemlich umgewöhnen und einfinden. Ist das geschehen, macht es viel Spaß, mitzufiebern und jeden neuen Tag in Londons Leben mitzudenken.


Die Liebesgeschichte ist ziemlich süß und wartet mit dem maßlos verständnisvollen Luke auf, der sowohl liebenswert als auch gutaussehend ist. Da London ihn jeden Tag neu kennenlernen muss, wird eine klischeehafte Standartliebesgeschichte vermieden.


Viel Tiefe kann zwar nicht erwartet werden, dennoch sorgen der sehr umgangssprachliche, jugendliche Schreibstil und die logische Struktur der Geschichte für eine tolle, authentische Atmosphäre. In klaren Worten und kurzen Kapiteln wird der Leser durch Londons Leben geleitet und kann das Buch dann tatsächlich lange nicht mehr aus der Hand legen.


Fazit:
Forgotten hält genau das, was es verspricht. Eine schöne, schnell gelesene Geschichte mit einem Hauch Fantasy, einer Priese Krimi und einem guten Schuss Liebe. Trotzdem kann Forgotten nicht über den Status "nettes Buch für Zwischendurch" steigen und hat sich somit gute 3 Punkte verdient. Vor Allem Jugendliche werden viel Spaß mit dem Buch haben.
    

Bewertung:  




Mittwoch, 12. Oktober 2011

Rezension | Percy Jackson Band 5 Die letze Göttin

  • Seiten: 464
  • Autor: Rick Riordan
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 2 (29. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551555850
  • Preis: Ca. 16,90€


Inhalt:
Jetzt sind Percy und seine Freunde gefragt: Ihr Todfeind Kronos holt zum letzten Schlag aus und marschiert auf den Olymp zu, mitten ins Herz von New York - dabei sind doch die olympischen Götter alle ausgezogen, um gegen das wiedererstandene Monster Typhon zu kämpfen! Gemeinsam mit den Jägerinnen der Artemis und den zum Leben erweckten Denkmälern der Stadt versuchen die jungen Halbblute, den Sitz der Götter zu verteidigen, aber zu allem Unglück haben sie auch noch einen Spion in den eigenen Reihen. Gut, dass wenigstens eine Göttin im Olymp zurückgeblieben ist ... ?(Quelle)

Meinung:
Der letzte Band der Percy Jackson Reihe! Ich rate Jedem, der noch mit sich hadert, den Bänden eine Chance zu geben. Ich bin schon lange ein bekennender Fan!

Natürlich solltet ihr jetzt nur weiterlesen, wenn ihr mit Band 1-4 vertraut seid. Also Achtung, ich habe euch gewarnt.

Wiedermal spitzen sich die Ereignisse in Percys Leben zu. Kronos wird immer mächtiger und der Krieg ist in vollem Gange. Nun muss Percy sich auch noch die vollständige Weissagung anhören, die ihm so ganz und gar nicht zusagt.

Auch im letzten Band begeistert Rick Riordan mit seinem Humor und einer starken, abenteuerlichen Handlung. Percy Jackson gehört zu den Büchern, die den Leser in eine andere Welt versetzen und dieser alles Andere vergisst. War der letzte Band doch ein klein wenig schwächer und mit zu vielen Protagonisten bestückt, gleicht der finale Band alles wieder aus. Spannung und Action sind allgegenwärtig.
Übrigens kommt diesmal ein Schuss Liebe dazu, der aber ganz natürlich und unschuldig wirkt.

Die Charaktere sind wie immer liebevoll gezeichnet und entwickeln sich im Verlauf der Serie merklich weiter. Rick Riordan begeistert mit seinen Ideen und seiner Umsetzung der griechischen Mythologie.

Zwar sind die Bücher nicht sehr tiefgründig und die Handlung manchmal etwas absehbar, trotzdem machen sie das mit dem schönen Erzählstil und dem Ganzen drumherum wieder wett. Lebensweisheiten darf man hier eher nicht erwarten.

Übrigens werden die Taten der vorherigen Bände am Anfang des Buches immer mit aufgegriffen, so dass notfalls mit jedem Band eingestiegen werden kann.


Fazit:
Percy Jackson überzeugt auch im finalen Buch mit starken Actionszenen und spannender Handlung. Das Finale ist eine angemessene Krönung der Reihe und der Leser aller Bände vermisst die lieb gewonnenen Charaktere gleich nach der letzten Seite. Nicht nur für Kinder ist die griechische Mythologie hier greifbar und interessant aufgearbeitet. Ich persönlich habe mich aufgrund des Buches auch zwischendurch oft  schlau gemacht, was die griechischen Götter angeht. Mamas aufgepasst: Wer ein Jugendbuch für Jungs sucht, sollte sich Percy Jackson mal ganz genau ansehen. Das Buch hält, was es verspricht und bekommt von mir die 4 1/2 Punkte.


Bewertung: 




Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Montag, 10. Oktober 2011

Rezension | Schwarze Stunde

  • Seiten: 336
  • Autor: Christine Fehér
  • Verlag: cbt (19. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570160815
  • Preis: Ca. 9,99€


Inhalt:
Ihre Liebe schmerzt – bis in den Tod

Zwölfte Klasse, Studienfahrt. Eine Schülerin fehlt, als alle am Frühstückstisch sitzen: die gerade 18 gewordene Valerie, der man nachsagt, zwischen ihr und dem Englisch-Referendar Corvin Schwarze sei was am Laufen. Da kommt die Polizei in den Raum: Valerie wurde schwer verletzt gefunden – jemand hat sie von einer Klippe gestürzt. Aber wer? War es ihr Ex-Freund Manuel, der nie über die Trennung hinwegkam? Ihre Freundin Alena, die ihr die Heimlichtuerei verübelt? Die Klassenlehrerin Frau Bollmann, die selbst in Corvin Schwarze verliebt war? Oder etwa Corvin selbst, der nicht akzeptieren wollte, dass Valerie Abstand von ihm suchte?(Quelle)

Meinung:
Das Buch "schwarze Stunde von Christine Feher ist mir im Zuge einer Leserunde in die Hände gefallen. Normalerweise mag ich Thriller ja so überhaupt nicht- dieser allerdings klang sehr vielversprechend. Das Cover erinnerte ein wenig an das von "Tote Mädchen lügen nicht", was mir sehr sehr gut gefallen hatte.

Die Geschichte beginnt langsam. Valerie trifft im Flugzeug auf ihren Seelenverwandten: Corvan. Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass er ihr neuer Lehrer sein wird. Schule, verbotene Liebe und sehr viel Musik. Das sind die Fäden, aus denen Schwarze Stunde gestrickt sind. Gegen später gesellen sich Mobbing, Hass, Freundschaft und Verzweiflung dazu. Wie könnte es anders sein? Die erste Hälfte des Buches liest sich flüssig und ist durchgehend spannend. Langsam spitzt sich die Situation zu und die schön gearbeiteten Charaktere wachsen dem Leser ans Herz.

Leider war das Ende nicht nach meinem Geschmack. Der grandiose Showdown, die große Auflösung bestand aus einer recht schwammigen Szene, die so garkeine Spannung bei mir aufkommen lies.

Sehr schön aber ist der Rahmen in den die Geschichte eingebettet ist: Anfang und Ende sind nahezu identisch. Erst auf den letzten Seiten versteht der Leser dann, was wirklich hinter dem Prolog gesteckt hat. Eine sehr schöne Idee.



Fazit:
Schwarze Stunde ist ein tolles Buch für Zwischendurch mit einem grandiosen Start und einem etwas unbefriedigenden Ende. Das Lesen hat trotzdem Spaß gemacht und ich kann es für Fans leichter Jugendthriller nur empfehlen. Mir persönlich hat es nur teilweise richtig gut gefallen.


Bewertung: 



Ein ♥-liches Dankeschön geht an den Cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Mittwoch, 17. August 2011

Rezension | Hörbuch| Das Tal Season 1.1. Das Spiel

Daten:
  • Audio CD
  • Autor: Krystyna Kuhn
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Audio); Auflage: 1. (26. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 37857443748
  • Preis: Ca. 9,99€


Inhalt:
Es ist dunkel. Es liegt im Nirgendwo. Und es birgt ein schreckliches Geheimnis. Eine hippe Einweihungsparty im Bootshaus: So feiern die Freshmen ihre Ankunft im Grace-College. Doch dann beobachtet der stille Robert das Unfassbare: Ein Mädchen läuft in tiefer Nacht in den See. Sie wird von einem merkwürdigen Strudel erfasst und ertrinkt. Robert versucht zu helfen ═ doch er hat keine Chance. Am nächsten Morgen glaubt ihm niemand seine Geschichte, obwohl tatsächlich ein Mädchen spurlos verschwunden ist. Aber Angela kann nicht in den See gelaufen sein. Denn Angela sitzt seit ihrer Geburt im Rollstuhl.  (Quelle)

Hörbuch:
Gesprochen wurde das Hörbuch von Franziska Pigulla. Leider stehe ich wieder vor dem selben Problem, das mir viele Hörbücher bereiten. Frau Pigullas Stimme sagt mir einfach nicht zu. Zu rau, zu kratzig. Ihre Stimme ist zugegebenermaßen eine außergewöhnliche, aber trotzdem nicht Meins. Davon lasst ihr euch aber bitte nicht beirren und hört euch erst einmal eine Hörprobe an, um selbst zu entscheiden. Was Professionalität angeht gibt es nämlich absolut nichts zu meckern. Hier wird betont, was betont gehört. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich mich entspannt auf das Hörbuch einlassen.  

Meinung:

Das Tal. Die Reihe wollte ich erst umgehen, da ca. 1 Milliarde Teile geplant sind. Nein, in Wirklichkeit weiss ich nicht, wie viele Teile geplant sind, aber mehr als 4 scheinen es mindestens zu werden? Genug Gefasel.

Die ersten Minuten begleiten wir die Geschwister Julia und Robert bei ihrer Fahrt zu ihrem neuen College. Sehr schnell wird klar: Die Beiden scheinen etwas zu verbergen.
Und nicht nur die Beiden, nein, Jeder scheint Geheimnisse zu haben, sogar das Tal selbst.

Die Story macht es leicht, sich einfach nur berieseln zu lassen. Die Charaktere geben nicht viel von sich Preis, was das Einfühlen in deren Gedankenwelt nicht leichter macht.

Normalerweise mag ich Internatsgeschichten sehr gerne, leider erfährt der Leser aber nur sehr wenig über den Alltag, den Unterricht - all das zieht an Julia einfach vorüber. In Nebensätzen wird ab und an die viele Lernarbeit erwähnt, mehr aber auch nicht. Der Fokus liegt eher auf der Lösung des Mordfalls, wofür Julia, oder manchmal auch ihr Bruder Robert in die Rolle des Sherlock Holmes schlüpfen.

Am Ende geht alles sehr schnell, so schnell, dass einfach keine Spannung aufkommen wollte. Nach Beendigung des Hörspiels wurden über das Tal selbst nur wenige Geheimnisse verraten, was den Hörer/Leser bei der Stange halten soll. Ein Wenig geht dieses Konzept durchaus auf. Vielleicht wird im zweiten Teil alles besser?
Schwächen
-Rauchige, raue Erzählstimme 

-wenig Tiefgang

Stärken
-Sehr schöne Musik, welche die spannendsten Stellen unterstreicht
-Viele Geheimnisse und Mysterien, die neugierig machen

Fazit:
Als ich das Hörbuch zu ende gehört hatte, blieb ich teilnahmslos zurück. Die Geschichte riss mich nicht mit. Der Reiz, die nächsten Bände zu kaufen ist mäßig. Obwohl der Zuhörer mehr über die Rätsel des Tales wissen möchte, muss er sich fragen ob die Neugierde es wert ist, sich durch die seichte Story zu arbeiten. Das Tal 1,1 Das Spiel ist leichte Unterhaltung mit Seifenoper Charakter und einem Hauch Mystery-Krimielementen drumherum. Der Leser hat das Gefühl, gerade eine amerikanische Teenie-Fernseh-Serie beendet zu haben, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Ich werde dem zweiten Teil auf jeden Fall mal eine Chance geben (vor Allem, weil ich ihn schon hier habe ;) ).


Bewertung:


Samstag, 13. August 2011

Rezension | Tote Mädchen lügen nicht

Daten:
  • Seiten: 288
  • Autor: Jay Asher
  • Verlag: cbt (20. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570307344
  • Preis: Ca. 9,99€


Inhalt:
Die Stimme der Toten, ein Ruf nach Leben

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ... (Quelle)

Meinung:
Aufgrund einer wunderbaren Video-Rezension von Kossi musste ich mir dieses Buch unbedingt besorgen. Während arme, unschuldige Bücher auf meinem SuB versauern habe ich das Büchlein schlechten Gewissens einfach dazwischengeschoben. Glücklicherweise hatte ich es an einem Abend durch.
Da wären wir auch schon bei der Magie dieses Werkes: Der Leser muss einfach wissen wieso Hannah sich umgebracht hat - der absolute Pageturner. Wäre die Idee schlechter umgesetzt (und es ist alles Andere als schlecht umgesetzt), so wäre höchste Spannung trotzdem garantiert.

Der Hauptcharakter Clay rückt aufgrund von Hannahs Erzählungen ziemlich in den Hintergrund und wirft nur ab und an Erinnerungen oder Kommentare ein oder wechselt den Ort. Er wird von Hannah als ein ruhiger, eher schüchterner aber herzensguter Mensch beschrieben und so kommt er auch rüber. Deswegen fuchst den Leser natürlich die ganze Zeit die Frage: Warum ist er auf Hannah Bakers Liste?

Der Stil hätte mich Anfangs fast vom Kauf abgehalten (was ein Fehler gewesen wäre) : Ich-Erzähler und dann auch noch alles im Präsenz. Nicht mein Fall, aber man gewöhnt sich ja an alles... außerdem sind Hannahs Erzählungen in meinem geliebten Präteritum geschrieben und somit fällt das Ganze nicht so negativ ins Gewicht.
Hannah ist eine Jugendliche und dementsprechend ist die Sprache des Romans sehr jugendlich, aber auch schön sarkastisch.
Die erzählte Zeit umfasst eine sehr geringe Zeitspanne, was die Ereigniskette sehr dicht und ohne unnötige Füllseiten auskommen lässt.

Wichtig ist mir noch zu sagen, dass in diesem Buch der Selbstmord in keiner Weise als Lösung dargestellt wird. Hannahs Verhalten wird von Clay nicht als logische Konsequenz ihrer Erfahrungen wahrgenommen und so ging es auch mir. Vielmehr erfährt der Leser, wie viel Leid und Trauer bei den Zurückgebliebenen ausgelöst wird, auch wenn Viele Charaktere sich mit dem Selbstmord nicht auseinander setzen wollen.

Schwächen
-Aufgrund der Geschwindigkeit und kurzen Zeitspanne entsteht kaum Tiefe oder Bindung zu den Charakteren. Die Wirkung ist eher die einer kurzen Bekanntmachung.

Stärken
-Ein etwas Anderes Buch (Klingt blöd, ist aber so ;) )

-Sehr einfacher und leicht verständlicher Erzählstil
-Aufmachung des Buches mit Play und Stopzeichen etc sehr schön



Fazit:
Ein zugegebenermaßen dünnes Buch, welches in windeseile durchgeschmökert werden kann. Nicht nur Jugendliche werden von der spannenden Story mitgerissen werden. Ich bin zwar kein Krimi oder Thrillerfan, doch tote Mädchen lügen nicht war anders. Kurz, knackig, rasant und traurig. Die Geschichte wirkt nach, denn Hannah Bakers Liste dürfte Niemanden kalt lassen.


Bewertung:

Donnerstag, 11. August 2011

Rezension | Sternenschimmer

Daten:
  • Seiten: 576
  • Autor: Kim Winter
  • Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (15. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522502787
  • Preis: Ca. 16,95€


Cover:
Normalerweise bewerte ich das Cover eines Buches nicht. Wie schon der große, wunderbare Frank N. Furter aus der Rocky Horror Picture Show sagte (bzw. sang): Don't judge a book by it's cover. Gott, das Lied ist dermaßen gut, dass ich es verlinken muss: Klick.

Aber wie ihr seht konnte ich bei Sternenschimmer nicht anders, als meine eisernen Vorsätze zu brechen. Ist das Cover nicht genial? Wunderbar surreal und skizzenhaft, wie ich es liebe.
Ein großes Kompliment an den/die Verantwortlichen.

Inhalt:
Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.
Überirdisch romantische Liebesgeschichte für jugendliche Leserinnen ab 13 Jahren (Quelle)

Meinung:

Sternenschimmer hatte ich bei einem Gewinnspiel des Planet-Girl Verlages gewonnen und habe mich, sobald das Päckchen ankam voller Vorfreude auf das Buch mit dem wunderschönen Titelbild gestürzt. Zunächst hatte ich das Buch als Lektüre für sehr junge Leser eingeschätzt, was mir nach 10 Seiten als völliger Blödsinn vorkam, da es sich um ein waschechtes Jugendbuch handelt. Empfohlen von 13-16 Jahren. Dass ich über diese schon ein paar Jährchen drüber bin, hat beim Lesen Null gestört.

Sternenschimmer dreht sich um die 17 Jährige Mia und spielt in einer Zukunftswelt, die ein realistisches Bild der gängigen Zukunftsprognosen darstellt. Mehr dazu später.

Es beginnt alles mit der Ankündigung, dass einige Außerirdische, auf deren Planet der Krieg tobt, Zuflucht auf der Erde suchen. Sehr schön fand ich Mias Ausruf „Sie kommen!“ auf einer der ersten Seiten.

Die Neugierde über die Beschaffenheit der Loduuner lies mich durch die Seiten fliegen und ehe ich mich versah konnte ich schon nicht mehr stoppen. Am schönsten wird euer Lesevergnügen wenn ihr zuvor so wenig wie möglich über die Geschichte wisst und zusammen mit Mia die Loduuner und deren Eigenarten kennenlernt. Deshalb schweige ich still zum Handlungstrang ;) Das dürfte auch kein Problem sein, da der Leser schnell in die Handlung eintaucht und vergisst, dass er eigentlich nur liest.

Über die Hauptcharakterin Mia wird erst nach und nach mehr preisgegeben und so gewöhnt man sich nur langsam an sie. Allerdings passt das ganz gut zur Geschichte, da Mias Aufmerksamkeit am Anfang ganz den Loduunern gehört und nicht sich selbst.

Sehr positiv ist mir die kreative und durchdachte  Darstellung der Außerirdischen und der zukünftigen, sehr auf Umweltschutz bedachten Erde in Erinnerung geblieben. Die Andersartigkeit bzw. die Ähnlichkeit der Loduuner den Menschen gegenüber sind erstaunlich einfallsreich. Teilweise finden sich sogar sehr witzige Stellen, die zum Schmunzeln einladen.

Der Stil des Ich-Erzählers entspricht Mias Charakter sehr genau. Das Buch lässt sich flüssig lesen und besticht durch einen einfachen und klaren Schreibstil.

Im Vergleich zu anderen Dystopien ist der beschriebene Erdzustand sehr realistisch und in keiner Weise übertrieben dargestellt. Nicht nur an diesem Punkt beeindrucken die vernünftigen Reaktionen und Schlussfolgerungen.
Obwohl das Geschehen in der Zukunft spielt, stehen doch ganz alltägliche Geschehnisse im Vordergrund. Der ganz normale Alltag mit seinen Streits, neuen und alten Freundschafften und der Verantwortung.
Auch übergeordnete, eher politische Themen wie Toleranz, Integration und Umweltschutz sind vorteilhaft in die Geschichte eingebunden.

Erst gegen Ende rücken andere Probleme an erste Stelle und die Spannung steigt rapide. Davor spielt sich natürlich, wie schon im Klappentext angekündigt, eine Liebesgeschichte ab, die die Handlung aber an keiner Stelle zu erdrücken droht.

Schwächen
-Die Unterteilung in 3 Buchteile scheint unnötig, da kaum Zeitsprünge in den Pausen liegen

-Einige kleine "Längen" im Mittelteil des Buches

Stärken
-Aktuelle Probleme wie Immigration, Toleranz und Umweltschutz werden in ein ganz neues Umfeld gesetzt.

-ganz und gar nicht vorhersehbare Story
-fantasievolle Darstellung der Außerirdischen und der Reaktion der Irden auf Diese

Fazit:
Irgendwo habe ich gelesen, dass eine Fortsetzung geplant ist, worüber ich mich sehr freue, da in der Geschichte noch ganz ganz viel Potential steckt, das es fortzuführen gilt. Sternenschimmer sprüht nur so vor Innovation und Kreativität. Fans von zarten Liebesgeschichten, realitätsnahen Zukunftswelten und mit Neugierde auf Kim Winters Loduuner werden ähnlich begeistert sein wie ich. Dieses facettenreiche Buch möchte ich euch allen wärmstens empfehlen. Volle Punktzahl.

Bewertung:

Samstag, 30. Juli 2011

Rezension | Hörbuch | Schimmer

Eine kleine Rezension, zu einem 
kleinen Buch mit viel Inhalt.

Daten:
  • Verlag: Silberfisch (Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867420467
  • Autor: Ingrid Law
  • Preis: Ca. 17,95€


Hörbuch:
Die Erzählstimme von Anna Carlsson ist angenehm und weich. Sie gehört auf jeden Fall zu den schönsten Hörbuch Stimmen, denen ich bisher lauschen dürfte. Leider wird kaum Musik verwendet, aber das möchte ich nur am Rande erwähnen, dafür bekommt das Hörbuch natürlich keinen Abzug.

Rezension:
Schimmer ist keine lange Geschichte. Das Buch, auf dem dieses Hörspiel basiert, hat gerade einmal 240 Seiten. 240 zuckersüße, lesenswerte Seiten.  Die Handlung umfasst im Groben und Ganzen 2 Tage + einen Ausblick auf das nächste Jahr. Was geschieht, ist eine Busfahrt. Aber das reicht Ingrid Law schon, uns mit ihrer wirklich niedlichen Schreibweise zu verzaubern. Metaphern und erfundene, sowie neu zusammengesetze Worte - viele aus dem Bereich Zuckerwatte, Honig, Zimt, Butter und Co - zeichnen Laws Stil aus. Keinen Moment lang wirkt dieser aufgesetzt oder falsch.

Der großzügige Gebrauch der Redewendung "wie nur was" (ihr werdet es beim Lesen/Hören merken), die sich durch das ganze Buch zieht könnte nervig sein, wenn er nicht so wundervoll passend wäre. Die kleinen Insider zwischen Figuren und Leser lassen die Charaktere zu Freunden werden.
"Unsere Familie ist genau wie alle anderen. Wir werden geboren, und irgendwann später sterben wir. Und in der Zwischenzeit sind wir glücklich und traurig, wir empfinden Liebe und Angst, wir essen und schlafen und wir haben Schmerzen wie alle anderen." Mibs' Opa versetzt Berge. Ihre Oma sammelt Lieder in Einmachgläsern. Ihr Bruder Fish verursacht Stürme. Und jetzt ist Mibs dran: In ein paar Tagen wird sie dreizehn Jahre alt, dann bekommt auch sie ihren Schimmer. Und das kann alles sein. Doch dann wird dieser wichtigste aller Geburtstage ganz anders als erhofft: Ihr Vater hat einen schrecklichen Unfall und Mibs muss zu ihm. Zusammen mit ihren Brüdern und den Kindern des Predigers schleicht sich Mibs in den rosa Bibel-Bus: Eine Reise beginnt, die sie alle verändern wird. Und Mibs entdeckt nicht nur ihren Schimmer. Sie entdeckt, dass sie genau wie alle anderen ist: etwas ganz Besonderes."

Fazit:
Schimmer ist ein Jugendbuch, welches Eltern problemlos ihren Töchtern schenken können. Ein wenig Magie, die erste zarte Liebe und der seltsame Weg, den Freundschaft manchmal geht erfahren wir neben Trauer und Hilflosigkeit. Die volle Bandbreite Gefühl steckt in diesen 240 Seitchen und ist auf jeden Fall auch etwas für ältere Semester, die gerne mal ein Bisschen träumen. Die Moral kommt auch nicht zu kurz, denn: Jeder Mensch hat einen Schimmer, der ihn besonders macht. Auch du ;)

Bewertung:





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